Um Konkurrenten wie Whisper und Secret Paroli bieten zu können arbeitet Facebook Informationen der New York Times zufolge an einer Messenger-App, welche anonymes Chatten ermöglicht. Während Facebook bislang großen Wert darauf legte, dass die Nutzer ihre wahre Identität preis geben, suggeriert der Social-Network-Riese in Zukunft mehr Anonymität. Die neue Facebook-App soll in den kommenden Wochen bereits zum Download freigegeben werden. Wer den neuen Messenger nutzt, der kann sich mit dem Gegenüber austauschen, ohne seine echte Identität preisgeben zu müssen.


Facebook schlägt neue Wege ein

Möglich ist, dass die neue Facebook App nicht auf Anhieb als Facebook-Erzeugnis erkennbar ist. Ähnlich wie bei Instagram und WhatsApp, wo ebenfalls Facebook dahinter steckt, könnte auch der neue Messenger selbstständig und mit einem anderen Namen publiziert werden. Um Facebook nutzen zu können muss der Klarname angegeben werden. Dieses Kredo war bisher fest in den Vorgaben des sozialen Netzwerks verankert. Dieser Klarnamen-Zwang sorgt allerdings auch immer wieder für Proteste. Facebook behält sich nach wie vor vor, Accounts mit Fantasie- oder Künstlernamen zu löschen. Das sorgte zuletzt auch in der Schwulen- und Lesbenszene für Furore.


Das Internet lebt von der Anonymität der Nutzer und ist vollends darauf aufgebaut. In Foren tummeln sich Technik-Fans und Autokenner mit ausgedachten Identitäten oder Spitznamen. Nach und nach und mit dem Beginn des Datenhungers großer Internetfirmen, kippte dieses Sinnbild jedoch. Zurück zum Ursprung gelangend, wechseln viele Nutzer daher wieder zu Anwendungen, die ihre Anonymität wahren. Appes wie Whisper und Secret erleben einen neuen Boom. Menschen, die diese Programme nutzen, wollen einfach nur mit anderen Menschen kommunizieren ohne ihre Daten zu „verschleudern“. Facebook möchte künftig ebenfalls auf diesen Zug aufspringen. Es bleibt abzuwarten wann die neue Messenger-App erscheint und wie diese sich nennen wird.

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