Pferde sind in einem Punkt dem Menschen nicht unähnlich: Am liebsten laufen sie barfuß durch die Gegend. In der Praxis ist dies aber nicht immer möglich. Denn auf Asphalt beispielsweise müssen die Hufe des Pferdes besonders geschützt werden. Seit Jahrhunderten werden dafür feste Eisenbeschläge genutzt. Diese werden durch einen Hufschmied angebracht und können nur durch diesen auch wieder entfernt werden. Die beiden Gründer Bennet Klein und Simon Salowsky wollen in diesem Punkt nun aber für Flexibilität sorgen: Mit einem Klett- und Klebesystem soll der Reiter selbst in der Lage sein, den Schutz beliebig oft selbst anzubringen und wieder abzunehmen. So kann das Pferd auf vielen Strecken wieder ganz natürlich laufen.


Erstmals in der Geschichte der Show soll ein Pferd helfen, die Löwen zu überzeugen. Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Beim Galopp entsteht eine Aufschlagenergie von zwei Tonnen

Ursprünglich haben die beiden Gründer sich mit dem 3D-Druck beschäftigt. Die entscheidende Idee kam ihnen dann, als das Pferd einer Freundin unter einer Hufrehe litt. Diese kann entstehen, wenn der Huf falsch belastet wird. Gemeinsam mit Technikern, Hufschmieden und Orthopäden entwickelten sie daher eine ganz neue Lösung. So bestechend die Idee eines jederzeit abnehmbaren Hufschutzes auch ist, brachte die Entwicklung doch einige Schwierigkeiten mit sich: So entsteht beim Galopp beispielsweise eine Aufschlagenergie von bis zu zwei Tonnen. Außerdem sorgen Nässe und Feuchtigkeit für extreme Bedingungen, die das Material aushalten muss. Dank akribischer Entwicklungsarbeit sind die Gründer von Goodsmith nun in der Lage, ihre innovative Lösung zu präsentieren.

Goodsmith ruft eine „Revolution im Reitsport“ aus

Der neu entwickelte Hufschutz soll insgesamt 800 Reitstunden aushalten. Um die Funktionsweise in der Höhle der Löwen detailliert vorzustellen, haben die beiden Gründer erstmals in der Geschichte der Show ein echtes Pferd mit zum Pitch gebracht. So soll den fünf Löwen die „Revolution im Reitsport“ sprichwörtlich vor Augen geführt werden. Auch bei offiziellen Turnieren ist der neue Hufschutz zugelassen. Ganz billig wird das Investment für die Löwen allerdings nicht: Für 15 Prozent der Unternehmensanteile verlangen die Gründer des Münchener Startups 250.000 Euro. Zum Zeitpunkt des Pitchs war die Firma allerdings noch nicht gegründet: Dies soll im Idealfall gemeinsam mit einem oder mehreren Löwen geschehen.

Tierschutz alleine reicht nicht für einen Deal

Als mögliche Investorin könnte dabei vor allem Dagmar Wöhrl in Frage kommen. Denn die Unternehmerin engagiert sich bereits seit vielen Jahren im Tierschutz und besitzt somit eine gewisse Affinität zu dem vorgestellten Produkt. Die Geschichte zeigt allerdings, dass dies noch lange nicht ausreichend ist, um in „Die Höhle der Löwen“ ein Investment zu bekommen. Vielmehr schauen sich die Löwen ganz genau an, wie groß der Markt für ein Produkt ist und wie viele Kunden gewonnen werden können. Von dieser Frage dürfte daher auch abhängen, ob der jederzeit abnehmbare Hufschutz für Pferde die Unterstützung eines Löwen erhält.


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