Die letzte Veröffentlichung der Quartalszahlen verlief bei Tesla alles andere als gut. Firmenchef Elon Musk bezeichnete die Fragen der Analysten als „langweilig“ und widmete sich stattdessen einem Gespräch mit einem bekannten Youtuber. An der Börse kam dies nicht gut an. Nachdem die Aktie zunächst auf die eigentlichen Zahlen recht positiv reagiert hatte, drehte der Kurs nach Musks Pöbelei deutlich ins Minus. Kein Wunder also, dass der Firmenchef diesmal mehr Wert auf ausgewählte Umgangsformen legte. Die Zahlen, die der Konzern vorlegte, glichen allerdings denen in der Vergangenheit: Es war erneut ein hoher Verlust zu verbuchen – es gab aber auch zahlreiche positive Anzeichen für die Zukunft. Zumindest scheint es so, als hätte Tesla die Probleme bei der Produktion des Model 3 so langsam im Griff.


So sieht der neue Tesla aus. Foto: Elon Musk

Hohe Investitionen in die Produktionslinien belasteten das Ergebnis

Zunächst einmal aber die wichtigste Zahl: Insgesamt war im zweiten Quartal ein Verlust von 742,7 Millionen Dollar zu verbuchen. Auch der Cashflow war einmal mehr negativ. Die Barreserven des Konzerns haben sich also weiter verringert – wenn auch in etwas geringerem Umfang als von Analysten erwartet. Verantwortlich dafür sind vor allem die massiven Investitionen in die Produktion des Model 3. So wurde in der Fabrik in Fremont ein zusätzliches Produktionszelt aufgebaut und teures Equipment aus Deutschland eingeflogen. Hierzulande ist der Anlagenbauer Grohmann Engineering Teil des Tesla-Konzerns. Musk geht davon aus, dass diese Ausgaben in der zweiten Jahreshälfte nicht erneut anfallen werden und dadurch die Gewinnschwelle überschritten wird. Dieses Versprechen wiederholte er auch jetzt noch einmal.

Die Basisversion des Model 3 lässt weiter auf sich warten

Seinen Angaben zufolge könnte Tesla zwar neues Kapital aufnehmen, braucht dies aber nicht. Dies dürfte auch daran liegen, dass die Produktionszahlen sich langsam den ambitionierten Plänen annähern. So wurden im Juli in mehreren Wochen die versprochenen 5.000 Versionen des Model 3 produziert. Bis zum Jahresende soll dieser Wert sogar auf 10.000 Fahrzeuge pro Woche steigen. Hier gibt es allerdings einen kleinen Makel in der Erfolgsgeschichte. Denn bisher werden ausschließlich die teure Allrad-Variante und die Performance-Version verkauft. Dies soll auch in Zukunft erst einmal so bleiben. Wer die viel beworbene Basisversion für 35.000 Euro bestellt hat, muss sich hingegen weiter gedulden. Für die potentiellen Käufer ist dies nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer. Denn ab dem nächsten Jahr halbiert sich der Steuerrabatt für den Kauf von Tesla-Autos.


Via: The Guardian

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