Eines der größten Probleme der letzten Zeit scheint vor der Lösung zu stehen: Das Team um Chen Xiaodong von der Nanyang Universität hat eine neue Lithiumbatterie vorgestellt, die nicht nur deutlich länger hält, sondern auch in einem Bruchteil der Zeit geladen werden kann.


Tesla Motors - Elektroautos
Tesla Motors – Elektroautos

Titandioxidgel als Katalysator

Wiederaufladbare Lithium-Ionen-Batterien findet man heute in nahezu jedem transportablem elektronischen Gerät (auch in elektrischen Autos). Der größte Schwachpunkt, welcher seit jeher im Zentrum der Entwicklung steht, ist die Kapazität und Ladezeit. Chen Xiaodong scheint nun der Durchbruch gelungen zu sein, in dem er statt einer üblichen Graphitelektrode ein Gel aus Titandioxid-Nanoröhren genutzt hat. Damit fällt auch die Notwendigkeit eines Additives weg, wodurch mehr Platz verfügbar ist, was die Kapazität der Batterie erhöht.

Nicht nur ein Gedanke für die Zukunft

Xiaodong hat damit, im Gegensatz zu seinen Kollegen, nicht versucht, einen komplett neuen Ansatz zur Lösung des Problems zu finden, sondern hat eine bereits bestehende Technologie verbessert. Großer Vorteil ist, dass die Implementierung in neue Geräte keine große Herausforderung darstellt und laut Xiaodong die neuen Batterien bereits im Frühjahr 2016 erhältlich sein könnten. Ein Patent wurde auf jeden Fall bereits angemeldet und viele Firmen zeigen Interesse an dieser neuen Technologie.


Elektroautos für alle?

Ein großer Schritt stellt dies auch für die Elektromobilität dar. So kann die Reichweite von Elektroautos signifikant gesteigert werden und der Ladeprozess erheblich verkürzt werden. Was früher Stunden dauerte, kann damit in fünf Minuten erledigt werden – was nicht länger als einmal volltanken ist. Durch die erhöhte Lebensdauer (die neuen Batterien sollen statt der bisher üblichen zwei bis drei Jahre bis zu 20 Jahre durchhalten) können auch die Kosten der Elektroautos gesenkt werden, was diese damit wirtschaftlich deutlich attraktiver macht. Und nebenbei fällt auch weniger giftiger Müll an, da die Batterien nicht so oft ausgewechselt werden müssen.

Sollte sich diese Technologie tatsächlich als das herausstellen, als was sie angepriesen wird, könnte diese einen erheblichen Beitrag leisten, den Umstieg von Öl auf Strom im Automobilbereich zu erreichen. Und nebenbei könnte man sein Handy endlich wieder benutzen, ohne es drei mal täglich aufladen zu müssen.
Quelle: iflscience.com

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