Gerade mal ein paar Stunden braucht ein 3D-Drucker, um ein komplettes Haus zu errichten. Er ist weitaus flexibler als andere Geräte dieser Art wie das von Apis Cor  in San Francisco, das ein Portal benötigt, das dem Druckerkopfe alle Freiheiten lässt. Der neuartige Drucker, entwickelt von Ingenieuren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge/USA, besteht aus einem Zugfahrzeug und einem Anhänger mit einem Roboterarm. Er lenkt einen zweiten Roboterarm, an dem der Druckkopf befestigt ist. Dieser lässt sich besonders präzise lenken. Die Steuerung des Zugfahrzeugs und der beiden Roboterarme übernimmt ein Computer.


Iglu aus Beton

Anders als Systeme mit einem Portal, die lediglich Häuser bauen können, die kleiner sind als das Gerüst, schafft die MIT-Lösung Gebäude, deren Größe lediglich von der Auslegung der Roboterarme begrenzt ist. Um die Leistungsfähigkeit des 3D-Druckers zu demonstrieren bauten die Entwickler eine Art Iglu aus Beton mit einem Durchmesser von 15 Metern und einer Höhe von gut 3,5 Metern. Dafür brauchte der Roboter ganze 14 Stunden.

Roboter kann auch Putz auftragen

Der Erstling der MIT-Ingenieure hat lediglich eine Öffnung, durch die das Gespann das Innere des Gebäudes verlassen konnte. Möglich ist auch die Aussparung von Öffnungen für Fenster und Türen. Das Gerät kann zudem Innenwände errichten. Lediglich Zwischendecken müssten konventionell hergestellt werden. Nach Errichtung eines Rohbaus kann der Bau-Roboter weitere Leistungen erbringen, etwa den Putz oder das Wärmedämmmaterial auftragen.

Hausbau auf dem Mars

Steven Keating, Maschinenbauingenieur am MIT, der das System entwickelt hat, denkt nicht allein an Bauten in der zivilisierten Welt. Seine Vision ist ein komplett autonomes Gerät, das man auf den Mars oder in die Antarktis schicken kann, um dort ohne Zutun eines Menschen Gebäude zu errichten. Zudem denkt er daran, Gebäude so zu bauen, dass sie perfekt an die Umwelt angepasst sind. Auf der Nordseite könnten die Wände dicker und besser wärmegedämmt sein als auf der Südseite. Man könnte auch kurvige Wände bauen, die Angriffen von Stürmen besser standhalten als glatte.

via MIT

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