Roboter kommen vermehrt dann zum Einsatz, wenn es für den Menschen zu gefährlich wird. Die Einsatzspektren sind dabei vielfältig. Ein wichtiges Gebiet ist dabei auch der Einsatz von Robotern in Katastrophen-Situationen. Rettungsroboter sind in der Lage aufgrund unterschiedlicher Designs und Größen auch in Gefilde vorzustoßen, die den menschlichen Rettern nach einem Erdbeben und ähnliches zunächst verschlossen bleiben. Spezialisten der University of Guadalajara (UDG) in Mexiko haben nun einen Algorithmus entwickelt, der Katastrophen-Robotern den Unterschied zwischen einem zusammengekauerten Menschen und Trümmerteilen verdeutlicht. Fortan dürfte sich dabei die Suche nach verschütteten und vermissten Personen nach einer Naturkatastrophe deutlich effizienter gestalten.


Robotereinsatz in Katastrophengebieten

Mit verschiedenen Bewegungssensoren, einem Laser- und Infrarot-System und mehreren stereoskopischen Kameras mit HD-Auflösung ausgestattet, scannt der Roboter die Umgebung ab und erstellt unter anderem 2D Karten. Um den Einsatzort besser nach Überlebenden absuchen zu können ist auch ein Kamera-Blitz mit an Bord. Das neue System welches menschliche Silhouette erkennt und entsprechend filtert und darüber hinaus von Trümmerteilen unterscheidet kann direkt in einen Roboter integriert werden. Desweiteren besteht jedoch auch die Möglichkeit den Roboter als Instrument der Datenerfassung zu nutzen und aus der Ferne per Notebook die Auswertungen durchzuführen.


Dank des neuen Algorithmus der auf verschiedenen Parametern beruht kann die Suche nach Menschen in Trümmern in Zukunft noch schneller von Statten gehen. Der Rettungsroboter kann dabei selbst erfassen ob vor ihm ein Stück Trümmer oder ein sich in der Schutzhaltung befindlicher Mensch liegt. Während die Daten gefiltert oder an die Zentrale gesendet werden, kann der Roboter die Suche weiter fortführen. Ziel der Weiterentwicklungen ist, dass die Rettungsroboter eines Tages selbst in der Lage sind Menschen von Gegenständen zu unterscheiden und eigenständig die Suche nach vermissten und verschütteten Personen übernehmen.

Katastrophen-Roboter für die Untersuchungen im Kernkraftwerk Fukushima

Quelle: Alpha Galileo

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