Roboter kommen schon seit langer Zeit in Autofabriken zum Einsatz. Bisher allerdings sind sie dabei nur für spezielle Aufgaben zu gebrauchen. Individuelle Kundenwünsche und neue Produktionsschritte stellen die Maschinen daher vor Probleme. Mercedes hat deswegen vor einiger Zeit sogar einen eher untypischen Schritt unternommen und Roboter wieder durch menschliche Arbeitskräfte ersetzt. Ford hingegen scheint einen anderen Weg zu beschreiten. In Zusammenarbeit mit der deutschen Roboterfirma Kuka wurde ein smarter Roboterarm entwickelt, der die menschlichen Mitarbeiter auf intelligente Art und Weise bei der Arbeit unterstützen soll. Aktuell wird er dabei im Kölner Werk des Unternehmens getestet und montiert dort gemeinsam mit den Arbeitern Stoßdämpfer.


Die Entwickler wollen die Interaktion zwischen Mensch und Roboter demonstrieren

Theoretisch kann der Co-bot genannte Roboter aber auch noch zahlreiche weitere Aufgaben übernehmen. Zu Demonstrationszwecken schickten die Techniker den Roboterarm beispielsweise Kaffee holen. Dabei konnte der Co-bot am Automaten die richtige Taste drücken, die Tasse anschließend zu seinen menschlichen Kollegen tragen und dann am Kaffeetisch mit ihnen anstoßen. Gestresste Mitarbeiter können sich von dem Roboterarm zudem auch eine Hinterkopfmassage verpassen lassen. In der Realität werden die Roboter natürlich nicht wirklich zum Kaffee holen oder massieren eingesetzt werden. Es ging den Entwicklen allerdings darum,  die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zu demonstrieren. Außerdem sollte verdeutlich werden, dass der Co-bot mit den Mitarbeitern interagieren und sich in bestehende Arbeitsabläufe einfügen kann.


Der Co-bot soll die Mitarbeiter unterstützen

Folgerichtig sollen die Roboter die menschlichen Kollegen auch nicht ersetzen, sondern deren Anweisungen folgen und so die Arbeit erleichtern. Am Beispiel der Stoßdämpfer wird dies deutlich: Diese müssen bisher von den Arbeitern über Kopf verschraubt werden – was aufgrund des Gewichts der Teile gar nicht so einfach ist. Dank des neuen Roboterarms müssen sie die Stoßdämpfer nun nur noch in dessen Hand platzieren und dieser hebt das Teil anschließend in die richtige Position. Theoretisch lässt sich diese Vorgehensweise dann natürlich auch auf andere Arbeitsschritte übertragen. Zunächst allerdings sollen nun die Ergebnisse und Erfahrungen des Tests in Köln ausgewertet werden.

Via: DigitalJournal

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