Man kann nicht gerade sagen, dass Elon Musk zu viel Zeit hat. Mit SpaceX und Tesla leitet er gleich zwei Unternehmen und gehört gleichzeitig zu den fleißigsten Nutzern des Kurznachrichtendienstes Twitter. Dies hinderte ihn am vergangenen Wochenende aber nicht daran, der von ihm ins Leben gerufenen Hyperloop Pod Competition beizuwohnen. Im Kern geht es bei dem Wettbewerb darum, eine Transportkapsel möglichst schnell durch eine Röhre zu schicken. Diese wurde in unmittelbarer Nähe des SpaceX-Hauptquartiers in Los Angeles errichtet, ist rund 1,2 Kilometer lang und verfügt über einen Niederdruck von 0,4 Bar. Der Sinn der Aktion: Teams aus aller Welt sollen an neuen Ideen für den Hyperloop arbeiten und so die neue Technologie weiter voranbringen.


Das deutsche Team erreichte einen Rekordwert von 467 Stundenkilometern

Insgesamt reisten für die Veranstaltung 20 Teams aus aller Welt nach Kalifornien. Um an der Finalrunde in der Röhre aber überhaupt teilnehmen zu dürfen, musste zunächst die sogenannte Test Week überstanden werden. Dazu gehörten technische Inspektionen durch Ingenieure von SpaceX ebenso wie erste Probefahrten ohne Vakuum. Für das deutsche Team WARR Hyperloop von der TU München waren diese vorgeschalteten Überprüfungen allerdings kein Problem. Immerhin hatte die Truppe bereits zweimal an der Veranstaltung teilgenommen und hatte jeweils die schnellste Kapsel im Wettbewerb gestellt. Genau so kam es auch diesmal: Die gerade einmal 70 Kilogramm schwere Kapsel aus München beschleunigte auf erstaunliche 467 Stundenkilometer – und gewann die Competition mit deutlichem Abstand. Zugleich handelte es sich auch um einen neuen Rekordwert für die SpaceX-Teströhre.


Die theoretische Maximalgeschwindigkeit liegt sogar noch höher

Wie schnell die Kapsel der Münchener war, zeigen zwei Vergleiche. Zum einen kam das zweitplatzierte Team der TU Delft gerade einmal auf 142 Stundenkilometer. Viel beeindruckender aber noch: Selbst der von Musk entwickelte Pusher Pod konnte bisher noch nicht eine solche Geschwindigkeit erreichen. Theoretisch wäre die Münchener Kapsel sogar zu noch mehr fähig. Doch die maximal möglichen 600 Stundenkilometer konnten nicht erreicht werden, weil dann der Bremsweg nicht mehr lang genug gewesen wäre. Neben der reinen Geschwindigkeit spielen bei der Hyperloop Pod Competition aber auch neue Ideen immer eine wichtige Rolle. So wurde ein Innovationspreis ausgelobt. Dafür musste eine Kapsel rund 25 Meter weit kontaktlos über den Boden schweben. Auch hier schnitten die Vertreter der TU München am besten ab – und wurden als einer von drei Preisträgern ausgezeichnet.

Via: Washington Post

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