Norwegen ist in Europa führend, was die Verbreitung von Elektroautos angeht. Dementsprechend ambitioniert sind auch die Vorgaben der Regierung dort: Ab dem Jahr 2025 sollen keine neuen Autos mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden. Fünf Jahre später wollen Dänemark, Island und Schweden eine ähnliche Regelung implementieren. Frankreich und Großbritannien hingegen haben das Jahr 2040 als Zielmarke gesetzt. Die irische Regierung hat nun einen neuen Klimaschutzplan vorgelegt, der ebenfalls das Ende des Verbrennungsmotors im Auto bedeutet: Auf der grünen Insel sollen ab dem Jahr 2030 keine entsprechenden Fahrzeuge mehr zugelassen werden. Die Regelung geht aber noch einen Schritt weiter. Ab dem Jahr 2045 soll auch der sogenannte National Car Test für Verbrenner eingestellt werden.


Staus wird es auch weiterhin geben, allerdings ohne Verbrennungsmotor.

Die Einwohner sollen auf Autos mit Elektroantrieb umsteigen

Dieser ist vergleichbar mit der deutschen Hauptuntersuchung. Jedes Autos, das älter als zehn Jahre ist, muss den Test einmal jährlich durchlaufen. Wird dieser für Autos mit Verbrennungsmotor irgendwann nicht mehr angeboten, bedeutet dies faktisch, dass diese ihre Zulassung entzogen bekommen. Oder anders ausgedrückt: In 26 Jahren ende die Ära der Verbrenner in Irland endgültig. Als Alternative hat die Regierung das Elektroauto auserkoren. Deshalb soll die Zahl der entsprechenden Fahrzeuge in den nächsten elf Jahren auf 950.000 erhöht werden. Damit ausreichend Käufer gefunden werden, soll zudem das Netz an Ladestationen massiv ausgebaut werden. So ist geplant, dass Geschäfte mit mehr als zehn Parkplätzen zukünftig mindestens eine Ladestation besitzen müssen.

Das Ziel ist eine Trendwende in Sachen Klimaschutz

Irland will mit dem neuen Klimaschutzplan eine Trendwende einleiten. Denn in den letzten Jahren sind die Emissionen auf der grünen Insel sogar noch gestiegen. Dies hatte nicht zuletzt mit dem starken Wirtschaftswachstum dort zu tun. Eigenen Angaben zufolge ist das Land zu 85 Prozent von fossilen Brennstoffen abhängig. Zusätzlich zu den Maßnahmen im Automobilbereich sollen daher auch alle anderen relevanten Sektoren konkrete Klimaschutzziele auferlegt bekommen. In einem anderen Punkt ist Irland allerdings schon länger vorbildlich unterwegs: Der Staat hat sich der sogenannten Divestment-Bewegung angeschlossen. Er investiert also kein Geld in Firmen mit einem klimaschädlichen Geschäftsmodell. Selbiges gilt inzwischen auch für den norwegischen Staatsfonds, die Church of England und die dänische Hauptstadt Kopenhagen.


Via: BBC

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2 Kommentare

  1. Kammamasehn

    21. Juni 2019 at 13:11

    Kreisverkehr

    Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes, — aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel.
    Nietzsche

    In einer irrsinnigen Welt vernünftig sein zu wollen, ist schon wieder ein Irrsinn für sich.
    Voltaire

  2. fherb

    25. Juni 2019 at 19:46

    Wenn die Iren ihre Rinder abschaffen und die Schafe, wäre mehr Klima drinn.

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