Die Raumfahrt hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an Innovationen erlebt. So ist es SpaceX inzwischen gelungen, eine Rakete wiederzuverwenden. Dies soll auf lange Sicht für eine enorme Reduzierung der Kosten sorgen. Das gleiche Ziel verfolgte nun auch die japanische Raumfahrtagentur JAXA und hat daher die kleinste jemals genutzte Rakete ins All geschickt. Mit an Bord war der Cubesat Tricom-1R, der zukünftig aus dem Weltraum die Welt mit Kameras beobachten soll. Der Satellit war allerdings nicht besonders groß: Die Länge betrug 9,54 Meter und der Durchmesser lag bei 52 Zentimetern. Dementsprechend leicht war der Cubesat auch: Er wog lediglich 2,6 Tonnen – und lag damit noch unterhalb der maximalen Traglast von vier Tonnen.


Die S-520-1 in Originalgröße. By User:masamic (Own work) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Der erste Start vor einem Jahr verlief nicht wie geplant

Bei der japanischen Rakete handelte es sich um eine umgebaute Version der S-520. Gebaut wird diese durch den Nissan-Konzern. Der erste Flugversuch fand bereits im vergangenen Jahr statt. Damals allerdings musste das Experiment bereits wenige Sekunden nach dem Start abgebrochen werden, weil die Rakete nicht ausreichend Daten an die Kontrollstation übermittelte. Als Fehlerursache wurden später schlecht gesicherte elektrische Leitungen ausgemacht. Inzwischen scheint es in diesem Bereich aber keine Probleme mehr zu geben. Die japanische Raumfahrtagentur sprach diesmal jedenfalls von einem reibungslosen Start. Für die nähere Zukunft sind nun allerdings zunächst keine weiteren Starts der weltweit kleinsten Rakete geplant – auch wenn das Projekt grundsätzlich weiter verfolgt werden soll.

Auch die Satelliten werden immer kleiner

Langfristig sollen kleinere Raketen dafür sorgen, dass mehr Unternehmen eigene Satelliten ins Weltall bringen können. Hinzu kommt: Der technologische Fortschritt hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die benötigte Technik immer kleiner wird. Dies spiegelt sich auch bei der Entwicklung der Satelliten wieder. Diese sind inzwischen teilweise so klein, dass sie auch problemlos mit dem Auto transportiert werden könnten. Es scheint so, als würde diese Entwicklung nun auch für den Bau kleinerer Raketen sorgen. Die japanische Raumfahrtagentur ist zudem nicht die einzige Institution, die an dieser Idee arbeitet. So will das neuseeländische Unternehmen Rocket Lab ebenfalls kleine Satelliten ins All transportieren – und damit Geld verdienen.


Via: Engadget

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1 Kommentar

  1. Paul

    5. Februar 2018 at 20:01

    Da stimmt aber etwas mit den Daten zu dem Satelliten nicht…

    Mass: 3 kg
    http://space.skyrocket.de/doc_sdat/tricom-1.htm

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