Die Formel E stellte bisher vor allem zwei Dinge unter Beweis. Zum einen, dass mit Elektroautos tatsächlich die Massen begeistert werden können. Der Zuschauerstrom zu den Rennen, die in der Regel mitten in der Innenstadt ausgetragen werden, ist noch immer ungebrochen. Doch die Rennen zeigten auch die Nachteile der Technologie. Denn weil die Kapazität der Akkus zu gering war und der Ladevorgang zu lange dauerte, mussten die Fahrer mitten im Wettkampf das Auto wechseln. In der neuen Saison treten nun radikale Änderungen in Kraft, die die Rennserie noch attraktiver machen sollen. Wir haben für euch die fünf wichtigsten Neuerungen zusammengefasst:


Offiziell präsentiert wird der neue Bolide auf der Automesse in Genf im März. Bild: FIA

1. Der neue Akku reicht für ein ganzes Rennen.

Geliefert werden die Batterien für alle Teams von der Firma McLaren Applied Technologies. Die Kapazität liegt bei 54 Kilowattstunden und damit in etwa doppelt so hoch wie bisher. Der angesprochene Fahrzeugwechsel ist somit nicht mehr notwendig. Einige Anhänger beklagen allerdings bereits, dass dadurch ein interessantes taktisches Element entfällt.


2. Das HALO System wird aus der Formel 1 übernommen.

Bei Fans ebenfalls umstritten ist das HALO System zum Schutz der Fahrer. Dabei handelt es sich um eine Y-förmige Schutzvorrichtung vor dem Cockpit. Bei einem Überschlag oder größeren Crash soll der Fahrer damit vor schwerwiegenden Verletzungen geschützt werden. Bisher ist aber noch unklar, ob sich die damit vorhandenen Hoffnungen tatsächlich erfüllen werden. In der Formel E könnten aber zumindest wichtige Erfahrungen gesammelt werden.

3. Der Heckflügel ist verschwunden.

Bisher erinnerten die Autos in der Formel E rein optisch an die Vorbilder aus der Formel 1. Dies lag nicht zuletzt an dem markanten Heckflügel. Dieser ist bei der Neuentwicklung nun verschwunden. Stattdessen bekommen die Fahrzeuge einen Diffusor und zwei deutlich kleinere Heckflügel – was dem Auto ein futuristisches Aussehen verleiht.

4. Die erlaubte Höchstleistung wurde angehoben.

Die Teams werden auch zukünftig mit weitgehend standardisierten Fahrzeugen unterwegs sein. Lediglich der Antriebsstrang wird jeweils eigenständig entwickelt. In diesem Punkt bekommen die Ingenieure nun mehr Möglichkeiten: Die Höchstleistung steigt von 200 Kilowatt auf immerhin 250 Kilowatt.

5. Der nächste Neuwagen kommt erst in drei Jahren.

So sieht es zumindest das aktuelle Reglement vor. Demnach wird der nun vorgestellte Einheitswagen für drei Saisons genutzt. Mögliche weitere Verbesserungen im Bereich der Akku-Technologie könnten dann erst anschließend in der Formel E implementiert werden.

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