Regelmäßig berichten wir über Projekte, die per Crowdfunding finanziert wurden. Dabei wird zumeist ein Produkt vorgestellt, das dann von der Masse vorfinanziert wird. Verläuft das Projekt am Ende erfolgreich, erhalten die Kunden ihre Ware vergünstigt gegenüber dem Preis im Handel. Eine Gewinnabsicht ist für die Nutzer damit aber nicht verbunden, vielmehr möchten diese in der Regel ein innovatives Projekt unterstützen. Im vergangenen Jahr ist der Markt für Crowdfunding in Deutschland allerdings stagniert: Es wurden rund zehn Millionen Euro umgesetzt. Anders sieht dies in Sachen Crowdinvestment in Immobilien aus. Dabei investiert eine Gruppe von Kleininvestoren in ein Projekt und bekommt dafür eine konkrete Rendite versprochen. Im vergangenen Jahr wurden auf diesem Weg in Deutschland immerhin 41 Millionen Euro eingesammelt.


Wurde noch klassisch per Immobilienfonds finanziert: Das Hamburger Chilehaus. Foto: SKopp CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons

Investitionen sind bereits mit kleinen Summen möglich

Zum Vergleich: In den Jahren 2012 und 2013 waren es gerade einmal etwas über zwei Millionen Euro. Diese Form der Geldanlage scheint sich also einer steigenden Beliebtheit zu erfreuen. Der große Vorteil für private Investoren liegt dabei in der niedrigen Investitionssumme. Denn Crowdinvestments in Immobilien sind bereits ab dreistelligen Summen möglich. Auf diese Weise kann von den Vorteilen des Immobilienmarkts profitiert werden, ohne dass größere Mengen an Kapital gebunden werden. Scheitert das Immobilienprojekt allerdings, kann das investierte Geld auch verloren sein. Das Kleinanlegerschutzgesetz schreibt daher vor, dass pro Privatperson maximal 10.000 Euro auf diese Weise investiert werden dürfen.

Die meisten Projekte wurden in Hamburg und Berlin finanziert

Die meisten Gelder aus dem Crowdinvesting für Immobilien wurden in Hamburg und Berlin investiert. Dies hat zwei Gründe: Zum einen ist dort die Nachfrage nach neuem Wohnraum vergleichsweise hoch, sodass entsprechende Projekte gute Erfolgschancen haben. Außerdem sitzen viele der Firmen, die sich auf das Crowdinvesting spezialisiert haben in diesen beiden Städten. Langfristig könnten aber auch andere Regionen verstärkt von solchen Investments profitieren – beispielsweise Köln oder München. Wie erfolgreich Crowdinvesting in Immobilien für die privaten Investoren aber letztlich tatsächlich ist, bleibt noch abzuwarten. Denn von den bisher finanzierten Projekten wurden erst rund zwanzig Prozent fertiggestellt.


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