2019 soll ganz im Zeichen des Elektroautos stehen. Noch wird Tesla in diesem Jahr die Nase vorn haben, und ein gutes Stück vom Absatzkuchen abschneiden. In der nahen Zukunft soll sich das jedoch ändern. Volkswagen wappnet die Werke in Zwickau und Hannover für die Elektrooffensive. Und schon im März soll ein vollelektrischer Strandbuggy das Licht der Welt auf dem Genfer Autosalon erblicken. Im Juni folgt der ID Neo.


VW-Elektrobuggy Konzeptbild @Volkswagen AG

VW leitete das Elektroautojahr 2019 ein

Der neue Elektro-Strandbuggy aus dem Hause VW soll mit einem verkürzten VW-Käfer-Fahrgestell und als Neuinterpretation des Meyers-Manx-Buggy eine Renaissance einleiten. Während die Akkus von Elektroautos zunehmend schneller geladen werden können, und die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut wird, werden auch hierzulande die Autohersteller mutiger. Dabei möchte auch VW mitmischen. Schließlich hat der Konzern wieder ein wenig gut zu machen. Bis 2025 möchte der Volkswagen Konzern 20 rein elektrisch fahrende Modelle anbieten. Das ist ein sportliches Ziel. Der VW ID Neo wird Mitte des Jahres den Anfang machen. Die Basisversion soll in Zwickau produziert werden und schafft zwischen 500 und 600 Kilometer.

VW ID Neo ab 2020 für unter 25.000 Euro mit bis zu 160 km/h Spitzengeschwindigkeit, 4,10 Meter Länge und einer Reichweite zwischen 500 und 600 Kilometer.

Anfang 2020 soll der ID Neo bereits für unter 25.000 Euro zu haben sein. Dass nun vermehrt auch Gerüchte zu einem neuen Elektro-Strandbuggy aufkommen, ist begrüßenswert. Schließlich wird in diesem Fall auch demonstriert, dass elektrisches Fahren Spaß bedeutet. Über die Alltagstauglichkeit eines Elektro-Strandbuggys braucht man sich hingegen nicht streiten. Der Zweisitzer soll mit einem tiefen Schwerpunkt daherkommen und über einen stabilen Überrollbügel verfügen. Die Windschutzscheibe ist freistehend. Mehr ist bisher noch nicht bekannt. Im März fällt der Vorhang. Insgesamt wird der diesjährige Genfer Autosalon besonders spannend werden. Schließlich wird auch der eine oder andere Stromer präsentiert werden, der von kleineren Start-ups entwickelt wird und in Zukunft so manch großes Potential noch an den Tag legen könnte.


Knapp 80.000 batteriebetriebene Fahrzeuge in 2019

“Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr (2019) gut 80.000 rein batteriebetriebene Elektroautos verkauft werden. Also nicht die Plug-in-Hybride, sondern die reinen E-Autos”, erklärt Ferdinand Dudenhöffer vom Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Der Experte ist vom Start des Elektroautos in Deutschland in diesem Jahr überzeugt. Was die Verfügbarkeit bezahlbarer Elektroautos anbelangt, herrscht noch ein wenig Ebbe. Auch die Ladeinfrastruktur ist noch bei Weitem nicht ausreichend. Während der Ausbau von Schnelladesäulen voran geht und auch neue Technologien Ladevorgänge binnen weniger Minuten realisieren, muss in der Gänze noch im Kleinen viel aufgearbeitet werden. Wir haben zuletzt im Rahmen unseres Passat GTE-Tests wieder feststellen müssen, wie kompliziert es beispielsweise in Halle an der Saale ist, Mal eben Strom für den Elektroflitzer nachzuladen. Eine Hand voll Anbieter buhlt um die Kundschaft und setzt dabei auf umständliche Onlineregistrierungsprozesse und Abrechnungsmethoden, so dass einem dann doch recht schnell wieder die Lust am Stromer fahren vergeht. Hier muss eine einheitliche, einfache Lösung gefunden werden.

Bild: Volkswagen AG

Benziner als Übergangslösung zum Elektroauto im Jahr 2022

Eine weitere Hürde stellt der noch vergleichsweise hohe Preis für Elektroautos dar. Dudenhöffer geht jedoch davon aus, dass Elektroautos 2025 deutlich günstiger werden. In den sechs kommenden Jahren werden die Batterien einen deutlichen Preisabfall erfahren. „Um 2025 sind genügend neue Kapazitäten aufgebaut, so dass dann der Kunde und nicht der Anbieter von Batteriezellen wieder König sein wird”, so Dudenhöffer weiter. Er empfiehlt aktuellen Dieselfahrern, die sich umorientieren wollen, zunächst zu einem Benziner-Leasing zu greifen und dann nach drei Jahren auf einen Stromer umzusteigen. Denn dann werde es „bei Elektroautos wohl ein gutes Angebot geben – auch was Reichweiten und das Preisniveau angeht”.“

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