In den 1950er und 1960er Jahren lieferten sich die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion ein Wettrennen um die Eroberung des Weltraums. Lange Zeit hatte die Sowjetrepublik die Nase vorne. So war der Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch im Weltall. Den sowjetischen Ingenieuren gelang es zudem zuerst, eine unbemannte Sonde auf dem Mond zu landen. Doch am 21. Juli 1969 um 3:56 Uhr MEZ verwirklichte dann die NASA einen alten Menschheitstraum: Mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin betraten die ersten Menschen den Mond. Schon nach wenigen Jahren verlor der Mond aber wieder an Anziehungskraft, sodass seit dem Jahr 1972 keine bemannten Missionen mehr stattfanden. Dies dürfte sich in den nächsten Jahren aber ändern, denn sowohl die USA als auch China wollen wieder Menschen zum Mond fliegen.


Mond
Foto: Dino Abatzidis, via Flickr. CC BY-NC-SA 2.0

Eine Raumstation in der Nähe des Mondes soll 2024 fertig sein

Gewissermaßen findet auch hier ein kleiner Wettlauf statt. So hat China angekündigt, zunächst einige unbemannte Sonden auf den Erdtrabanten zu schicken. In den frühen 2030er Jahren soll dann der erste Chinese den Erdtrabanten betreten. Diese Pläne wiederum dürften dazu beigetragen haben, dass auch die NASA ihre Aktivitäten in diesem Bereich verstärkt hat – und nun einen noch ambitionierten Zeitplan veröffentlichte. Demnach sollen 2024 die ersten Astronauten eine neue Raumstation in der Umlaufbahn des Mondes beziehen. Zwei Jahre später ist von dort aus dann ein bemannter Flug zum Mond geplant. Dieser Zeitplan dürfte allerdings auch unter politischen Erwägungen erstellt worden sein. Denn so könnte die Raumstation noch von US-Präsident Trump eingeweiht werden – vorausgesetzt er wird zuvor wiedergewählt.

Der Zeitplan ist mit einigen Unsicherheiten belastet

Experten halten die genannten Jahreszahlen daher auch für sehr ambitioniert. So sind etwa Kooperationen mit Privatunternehmen vorgesehen. Bisher wurden dafür aber noch nicht einmal die Ausschreibungen veröffentlicht. Die Erfahrung mit den privaten Transporten zur Internationalen Raumstation zeigt aber, dass hier gleich zwei Gefahren lauern, die zu enormen Verzögerungen führen können. Zum einen können unterlegene Bewerber das Verfahren juristisch anfechten und zum anderen ist nicht garantiert, dass die privaten Firmen die zugesagten Liefertermine dann auch einhalten. Aktuell etwa brauchen SpaceX und Boeing deutlich länger als geplant, um auch Astronauten zur ISS transportieren zu können. Die NASA muss daher weiterhin auf russische Sojus-Kapseln zurückgreifen.


Via: The Verge

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