SpaceX-Chef Elon Musk fühlte sich am Ende „emotional ein wenig erschöpft“. Dies war allerdings auch kein Wunder. Immerhin hat das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein erreicht und erstmals die Raumkapsel „Crew Dragon“ an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Damit ist klar: Nach zahlreichen Verzögerungen ist die Firma nun in der Lage, tatsächlich Menschen in den Weltraum zu transportieren. Diesmal allerdings befand sich lediglich die Puppe Ripley an Bord. Diese wurde vor Beginn des Flugs mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, um die Belastungen für einen menschlichen Astronauten genau messen zu können. Im Frühjahr sollen dann mit Bob Behnken und Doug Hurley die ersten echten Astronauten zu einem finalen Testflug mit der „Crew Dragon“ ins All aufbrechen. Anschließend könnten die ersten bemannten Transportflüge durchgeführt werden.


Bild: NASA

Ein Teil der Rakete kann wieder verwendet werden

Ins All gebracht wurde die Transportkapsel durch eine ebenfalls von SpaceX entwickelte Falcon-9-Rakete. Rund elf Minuten später löste sich die Transportkapsel von der Rakete und erreichte nach knapp 27 Stunden ihr Ziel. Am 08. März soll dann die Rückkehr auf die Erde erfolgen. Dort befindet sich auch bereits die erste Raketenstufe wieder. Der sogenannte Booster landete auf einer Plattform im Meer und soll zukünftig noch einmal verwendet werden. Dieses Manöver ist ein Markenzeichen von SpaceX und hilft, die Kosten von Weltraumflügen zu reduzieren. Dies ist auch im Interesse der NASA. Denn die US-Raumfahrtbehörde verfügt zwar selbst nicht mehr über Transportkapazitäten, um die ISS zu erreichen. Sie finanziert aber einen Großteil der von SpaceX durchgeführten Flüge zur Raumstation.

Die USA besaßen bisher keine eigenen Transportmöglichkeiten

Langfristig dürfte die NASA durch den Einsatz der „Crew Dragon“ allerdings sogar Geld sparen. Denn bisher müssen für den Transport russische Sojus-Kapseln genutzt werden – was auch nicht ganz billig ist. Interessanterweise wurde diese Zusammenarbeit in der Raumfahrt bisher auch durch die immer größeren politischen Spannungen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten nicht beeinträchtigt. Vertreter der russischen Raumfahrtorganisation Roskosmos gratulierten nun sogar öffentlich zum erfolgreichen Jungfernflug der „Crew Dragon“. Sie betonten gleichzeitig zudem, gerne weiter mit der NASA zusammenarbeiten zu wollen. Mittelfristig dürfte aber die Frage auftauchen, was mit der ISS insgesamt geschehen soll. Aktuell ist der Betrieb nur bis zum Jahr 2024 gesichert. Anschließend steht unter anderem eine Privatisierung im Raum.


Via: The Verge

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1 Kommentar

  1. Uwe

    4. März 2019 at 10:27

    Gratuliere, Elon Musk, Du hast es Mal wieder allen gezeigt!

    Das bringt wieder jede Menge Kapital in die Projekte. Das Vertrauen in Deine Arbeit wächst erneut.

    Respekt.

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