Der Begriff Multi-Unternehmer scheint für Elon Musk geschaffen worden zu sein. Denn dieser leitet nicht nur die Firmen Tesla und SpaceX, sondern hat mit „The Boring Company“ und Neuralink auch noch zwei weitere Startups ins Leben gerufen. Die Ingenieure bei Neuralink arbeiteten bisher – was für ein Musk-Startup eher ungewöhnlich ist – eher im Stillen vor sich hin. Doch jetzt bestieg der Chef persönlich die Bühne und stellte die Vision und die bereits entwickelten Produkte des Unternehmens vor. Das Ziel von Neuralink ist es, das menschliche Gehirn mithilfe von künstlicher Intelligenz zu verbessern. Dazu sollen Elektroden in das Gehirn des Menschen gepflanzt werden, die die Zellen dort über elektrische Signale stimulieren können.


Gehirn

Drei Entwicklungen wurden der Öffentlichkeit präsentiert

Der Öffentlichkeit präsentierte Musk nun gleich drei Entwicklungen. Zum einen einen winzigen Sensor mit den benötigten Elektroden. Diese wiederum hängen an extrem dünnen und flexiblen Fäden. Der Konstruktion kommt bei der Vision des Startups eine Doppelrolle zu. Zum einen soll der Sensor die Aktivität der vorhandenen Nervenzellen aufzeichnen. Zum anderen aber auch selbst Impulse geben. Die zweite vorgestellte Neuentwicklung ist ein speziell entwickelter Operationsroboter. Dieser wurde gebaut, um Sensor und Elektroden sicher im Gehirn platzieren zu können. Matt McDougall, Neurochirurg und Chef des Operationsteams von Neuralink, spricht sogar bereits davon, dass die Operation nicht schwieriger sein werde als das bekannte Augenlasern. Gesteuert wird der Sensor dann über einen Bluetooth-Empfänger hinter dem Ohr über eine Smartphone-App.


Zunächst sollen Querschnittsgelähmte profitieren

Theoretisch könnten auf diese Weise zukünftige neue Sprachen und Bewegungen direkt ins Gehirn geladen werden. Ganz so weit ist man bei Neuralink aktuell aber noch nicht. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen zunächst darauf, Querschnittsgelähmten zu helfen. Diese sollen im Rahmen einer klinischen Studie mit den neu entwickelten Sensoren ausgestattet werden. Im Idealfall können sie anschließend dann ihr Smartphone mit der Kraft der Gedanken bedienen. Auch in Deutschland wird bereits an ähnlicher Technologie gearbeitet. So üben Patienten in Bochum aktuell, ihren Rollstuhl per Gedankenkraft zu steuern. Musk hingegen hat nun zunächst einmal eine nicht unerwartete Aufgabe zu lösen. Er benötigt die Zulassung der US-Gesundheitsbehörden, um Sensor und Elektroden auch außerhalb klinischer Studien nutzen zu können.

Via: Wiwo

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