In Deutschland gab es zuletzt heftige Diskussionen darüber, wie groß der Beitrag der Kohlekraftwerke zum Erreichen der Klimaschutzziele sein soll. Neuseeland ist dabei bereits einen Schritt weiter. Wie das Energieministerium dort bekannt gab, werden die letzten beiden neuseeländischen Kohlekraftwerke im Jahr 2018 abgeschaltet. Kohlekraftwerke gelten als Klimakiller, weil dort mit Abstand die meisten CO2-Emmissionen entstehen. Ersetzt werden sollen die Kraftwerke durch erneuerbare Energien. Auch hier strebt Neuseeland eine internationale Vorreiterrolle an. Schon 2025 sollen 90 Prozent der Stromversorgung aus erneuerbaren Energien generiert werden.


Ansicht eines Kohlekraftwerkes in Werdohl-Elverlingsen Foto: By Dr.G.Schmitz (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
Ansicht eines Kohlekraftwerkes in Werdohl-Elverlingsen Foto: By Dr.G.Schmitz (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Geothermik, Wind und Wasser sorgen für die Stromversorgung

„Historisch betrachtet, spielte Kohle eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung einer zuverlässigen Stromversorgung in Neuseeland – besonders in trockenen Jahren, wenn die Wasserspiegel in unseren Wasserkraftseen niedrig sind“, erklärt Simon Bridges, Energieminister des Landes. „Aber signifikante Marktinvestitionen in andere Formen der erneuerbaren Energien in den letzten Jahren, insbesondere in die Geothermik, sorgen dafür, dass eine Kohlereserve weniger notwendig wird“. Damit spielt der Minister auf die Tatsache an, dass bereits in den vergangenen sechs Jahren in Neuseeland rund 1,5 Milliarden Dollar in den Bereich der erneuerbaren Energien investiert wurden. Neben der Wasserkraft und der Geothermik spielt dabei vor allem auch die Windkraft eine große Rolle im Energiemix des Landes.

Der Anteil der Erneuerbaren soll weiter steigen

Hinzu kommt, dass der Energiebedarf der Wirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten gesunken ist. Diese wird zunehmend von weniger energiehungrigen Servicebetrieben bestimmt. Auch deshalb kann das Land zukünftig auf die Energie aus der Kohle verzichten. Der Kohleausstieg ist aber auch Teil einer längerfristigen Strategie für eine nachhaltige Stromversorgung. „Neuseelands Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromproduktion ist schon heute der viertgrößte auf der Welt und der Verzicht auf die Kohle wird uns helfen, unser ambitioniertes Ziel zu erreichen, im Jahr 2025 90 Prozent der Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien zu bestreiten“, erklärt der Energieminister.


Via: United Press International

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