Wer kennt sie nicht, die verschmierten Kleinkinder in der Sommerzeit, deren Kleidung von leckerem Eis in allen Farben durchtränkt ist? Auch manchem Erwachsenen geschieht ein Fauxpas, wenn die Hitze das Eis schneller schmilzt, als man es essen kann. Doch die Zeit der Schmierfinken ist bald zu Ende!


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Wir es das nicht schmilzende Eis schon 2018 geben?

Ein Protein, das Fetttropfen bindet

Wissenschaftler der University of Edinburgh und der University Dundee haben ein natürlich vorkommendes Protein entdeckt, das Fett, Luft und Wasser miteinander verbindet. Das sogenannte BsIA stammt aus einer speziellen, harmlosen Bakterienart und ist bereits ein Teil der Nahrungskette. Durch seine hohe Fettbindungskraft trägt es dazu bei, die glatte Oberfläche des Speiseeises zu erhalten; in drei bis fünf Jahren könnte das Protein in unserem kalten Zwischenimbiss enthalten sein. Das damit versetzte Eis wird allerdings in der Hitze nicht dauerhaft stabil bleiben, eine Kühlung vor dem Verkauf bleibt weiterhin nötig. Doch wird es auch an heißen Tagen möglich sein, ein Eis ganz gemächlich zu verspeisen, ohne dass es dabei wegfließt.

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Gehört Kleckern zum Eis dazu?

Keine störenden Eiskristalle, weniger Zucker

Das BsIA verhindert gleichzeitig das Bilden von Eiskristallen, die angenehm weiche Struktur der leckeren Eisbällchen bleibt so zuverlässiger erhalten. Und noch einen weiteren großen Vorteil würde das neue Speiseeis mit sich bringen: Weil es bei wärmeren Temperaturen verspeist werden kann, ist weniger Zucker zur Geschmacksverstärkung nötig, die Kalorienzahl wird also sinken. Außerdem ersetzt das Protein auch einen gewissen Fettanteil, doch möchten die Wissenschaftlicher dabei nicht so weit gehen, dass der Geschmack unter der neuen Zutat leidet. Wir dürfen also gespannt sein auf einen tropffreien Eissommer – oder mögen wir unser Eis doch lieber so, wie es schon immer war?


Quelle: iflscience.com

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