Menschen, die sehr schlecht einschlafen können, sollen laut französischen Forschern tagsüber ein kleines Nickerchen einhalten. Diese zusätzliche Schlafphase muss 30 Minuten andauern, damit ein positiver Effekt entstehen kann, so die Schlafforscher der Pariser Descartes Universität.


Schlaflosigkeit ist bei vielen Menschen ein Problem. Besonders bei lang anhaltendem Schlafmangel wird der Körper massiv geschwächt und ist nicht mehr leistungsfähig. Forscher konnten zudem herausfinden, dass Menschen, die dauerhaft nur schlecht einschlafen können, stark dazu neigen, eine Depression zu entwickeln und im Alltag äußerst schlecht gelaunt zu sein. Auch Übergewicht und eine daraus resultierende Diabetes ist für Menschen mit einem Schlafproblem sehr realistisch.


30 Minuten schlafen beugt Schlaflosigkeit vor

Die Forscher einer Pariser Universität untersuchten nun elf gesunde Männer im Alter zwischen 25 und 32 Jahren. In der ersten Sitzung mussten die Herren zwei Stunden in der Nacht schlafen und tagsüber wach bleiben. In der nächsten Sitzung durften die Männer ebenso nur zwei Stunden nachts schlafen. Allerdings wurden den Studienteilnehmer am Tag Nickerchen gewährt.

Allen Studienteilnehmern wurden nach dem Experiment im Schlaflabor Speichel und Blut abgenommen. Auffällig war dabei, dass die Schlaflosigkeit am ersten Studientag für eine Zunahme des Stresshormons Noradrenalin sorgte. Dieses lässt das Herz deutlich schneller schlagen und beeinflusst des Weiteren den Blutdruck. Bei den Tests, währenddessen die Männer allerdings schlafen konnten, waren die Werte normal. Laut den Angaben der Forscher vermindern also kurze Nickerchen über eine halbe Stunde den Stress und wirken sich positiv auf das Immunsystem aus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.