Das Problem ist bekannt, die Lösung allerdings eher unkonventionell. So ziemlich jeder dürfte schon einmal an der Kasse gemerkt haben, dass er kein Bargeld mehr im Geldbeutel hat. Die moderne Technik hat für diese Problematik einige Lösungen hervorgebracht. So kann in vielen Läden mit der EC- oder Kreditkarte bezahlt werden. Auch das bargeldlose Zahlen mit dem Mobiltelefon findet zunehmende Verbreitung. Das Start-up Nimbl allerdings wählt eine Mischung aus Tradition und Moderne. Mit Hilfe einer App können Kunden dort online die gewünschte Summe Geld abheben – und bekommen das Bargeld dann von einem Boten gebracht.


Einheitspreis von 5 Dollar je Lieferung

Die Bedienung der Applikation ist dabei sehr schlicht gehalten. Die Bedienoberfläche ist den klassischen Geldautomaten nachempfunden. Hat der User den gewünschten Betrag genannt, wird der exakte Standort übermittelt und die App berechnet die voraussichtliche Lieferzeit. Ist der Kunde damit einverstanden, braucht er lediglich noch auf seinen persönlichen Geldboten zu warten. Abgebucht wird die Summe dann über den Online-Bezahldienst Venmo – dieser funktioniert ähnlich wie das in Deutschland weit verbreitete PayPal. Die ersten Lieferungen sind dabei für den Kunden kostenlos, später berechnet Nimbl eine Gebühr von 5 Dollar. Auch dies erscheint relativ günstig, bedenkt man was alleine das Geldabheben an einem fremden Bankautomaten in Deutschland kostet.
Bisher ist der Dienst lediglich in New York und San Francisco verfügbar. Gerade dort sollte allerdings die Dichte an Geldautomaten relativ hoch sein. Nimbl will deshalb vor allem mit Laden- und Kioskbesitzern zusammenarbeiten, die über kein eigenes bargeldloses Bezahlsystem verfügen. Diese sollen ihre Kunden auf den Service der Firma verweisen, anstatt sie zum nächsten Geldautomaten zu schicken. Der Kunde kann so auf der Suche nach Bargeld nicht verloren gehen und verbleibt bestenfalls sogar im Geschäft bis der Geldbote eintrifft.


In den frühen Morgenstunden bleiben Geldautomaten unverzichtbar

Theoretisch kann die App aber natürlich auch von eher Lauf-faulen Spezies genutzt werden, die den Weg zum Geldautomaten einsparen möchten und sich ihr Bargeld deswegen direkt nach Hause liefern lassen. So könnte man zeitgleich mit der Bestellung einer Pizza auch direkt das notwendige Bargeld bestellen. Für ein weiteres bekanntes Problem bietet Nimbl allerdings keine Lösung: Wer nach durchzechter Nacht nicht mehr genügend Geld für den Taxifahrer hat, muss wohl auch weiterhin zum Geldautomaten. In New York kann auch am Wochenende nur bis 23.00 Uhr Bargeld bestellt werden, in San Francisco immerhin bis 01.00 Uhr früh.

Quelle: Springwise

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