Vor drei Jahren stellte Nissan in Tokyo mit dem Elektroauto BladeGlider ein futuristisches Konzept vor. Nun machte das Unternehmen den nächsten Schritt und stellte in Brasilien einen funktionierenden Prototyp des 3-Sitzers vor. Die lange Pause ist das Resultat von rechtlichen Auseinandersetzungen, denen sich Nissan im Zusammenhang mit dem BladeGlider ausgesetzt sah.


BladeGlider

Futuristischer Prototyp nach Formel-1-Vorbild

Das Design des schlanken Dreisitzers (der BladeGlider ist 4,3 Meter lang, 1,85 Meter breit und 1,3 Meter hoch) wirkt mit seinen vielen Winkeln und Kanten sehr futuristisch. Zu diesem Eindruck tragen auch die nach hinten oben öffnenden Türen bei. Dieses ausdrucksstarke Design dürfte unter anderem dem Umstand geschuldet sein ,dass es sich um einen Prototyp handelt.


Das Cockpit mit dem einzelnen Fahrersitz, hinter dem dann zwei Passagiersitze angeordnet sind, wird von einem LCD-Display im Lenkrad beherrscht, auf dem alle relevanten Informationen dargestellt werden. Die Anzahl an Knöpfen und Wahlhebeln am Lenkrad machen klar, wo die Inspiration für dieses Design herkommt – das Lenkrad ähnelt dem eines Formel-1-Rennwagens.

Das Antriebssystem mit 268 PS wurde von Williams Advanced Engineering. Die Motorkraft wurde auf zwei Elektromotoren mit je 174 PS verteilt. Mit einem Drehmoment von 707 Nm beschleunigt der 1300 kg schwere BladeGlider in weniger als 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, bei 190 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Elektroauto für Enthusiasten

Für Fans gewagter Driftmanöver gibt es gute Nachrichten: Die beiden Elektromotoren treiben jeweils eines der Hinterräder an, und der BladeGlider verfügt über einen Drift-Modus, bei dem das in der Kurve außen liegende Rad mit extra Kraftzuwachs versorgt wird, um für besonders spektakuläre Drifts zu sorgen.

Der 220-kW-Lithium-Ionen-Akku des Nissan BladeGlider wird gemeinsam mit den beiden Motoren von einem Flüssigkeits-Kühlsystem gekühlt. Nissan selber macht keine genauen Angaben zu der Reichweite des BladeGlider, aber mindestens 160 km pro Ladung sollten locker drin sein.

Mit seinen drei Sitzplätzen und wenig Platz für weitere Zuladung ist der BladeGlider sicher kein Familienauto. Nissan bezeichnet das schlanke Elektroauto als einen Wagen „für Autoliebhaber“, die mit ihrem Auto in die Zukunft der Elektromobilität starten wollen.

Wie lange es dauern wird, bis der BladeGlider als Serienwagen über die Straßen gleiten wird, ist bisher noch unbekannt.

via Nissan

Bildquelle: Nissan

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