Es ist überraschend teuer, einen großen Verkehrsflughafen frei von Schnee zu halten. Das ändert aber nichts daran, dass es sich um notwendige Ausgaben handelt – denn Verzögerungen im Flugbetrieb sind noch teurer. Die schwedische Firma Semcon hat mit dem Yeti einen Schneepflug entwickelt, der erstmals in der Lage ist, einen Verkehrsflughafen während des laufenden Betriebs autonom zu räumen. Ein erster Testbetrieb fand auf dem Flughafen Fagernes im norwegischen Leirinstatt – etwa 200 Kilometer nördlich von Oslo.


Bild: Semcon

Autonomer Pflug räumt Landebahnen

Schnee kann einen Flughafen schnell lahm legen. In den USA und Europa gilt Schnee auf der Startbahn auch in geringen Mengen als Gefahrenquelle, die entfernt werden muss, bevor ein Flugzeug startet. Die Kosten dafür sind immens – vor allem deshalb, weil 24 Stunden pro Tag Teams für die Räumung bereit stehen müssen.

Flughäfen sind aber auch ein idealer Anwendungsfall für diverse Methoden der Automatisierung. Dass dazu auch die Räumung von Schnee gehören kann, zeigte Semcon nun in Norwegen. Auf dem Flughafen Fagernes erprobte das Unternehmen den Betrieb von zwei autonomen Schneepflügen, die im Team arbeiten können. Jedes der Räumfahrzeuge ist 20 Meter lang und 5,5 Meter breit. In Kombination können die beiden Pflüge etwa eine Fläche von der Größe von 670 Fußballfeldern von Schnee befreien.


Eine Besonderheit dabei ist die Zusammenarbeit der beiden Räumfahrzeuge, die so größere Flächen sehr effizient räumen können.

„We have designed a control system that sets up digital patterns for autonomous snow clearance at airports. The system can then download these patterns and monitor a number of vehicles that navigate using RTK GPS, an accurate form of position measurement, and communicate using 4G modems“, so John Emil Halden, Projektmanager bei Semcon.

via Semcon

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