Windparks auf dem Meer sind schon lange keine Besonderheit mehr. In Großbritannien sind die riesigen Windräder oftmals sogar vom Ufer aus zu sehen. In Deutschland hingegen müssen die Stahlkolosse so weit draußen installiert werden, dass der Blick der Strandbesucher ungestört bleibt. In jedem Fall werden die modernen Windmühlen aber fest im Grund des Ozeans verankert. Dies bringt allerdings einige Probleme mit sich: So ist das Verfahren nicht nur zeitaufwendig und teuer, sondern auch eine Belastung für die Umwelt. Eine Lösung könnten schwimmende Windräder sein, die nicht mehr fest auf dem Meeresboden fixiert werden.


Wasser am Einsatzort ist mehr als 100 Meter tief

Die grundlegende Technik wurde dabei bereits entwickelt und getestet. Bisher allerdings wurde sie noch nicht in großem Stil zum Einsatz gebracht. Einen ersten Schritt unternimmt dabei nun das norwegische Unternehmen Statoil: Vor der Küste Schottlands sollen fünf schwimmende Windräder mit einer Kapazität von jeweils 6MW in Betrieb gehen. Die einzelnen Windräder sind dabei zwar untereinander verbunden, nicht aber auf dem Meeresgrund verankert. Dies wäre auch rein technisch nur schwerlich möglich gewesen: Das Wasser am geplanten Einsatzort ist mehr als 100 Meter tief. An diesem Beispiel wird auch ein weiterer Vorteil der Technik deutlich – die Windräder können auch in Gebieten mit tiefem Wasser zum Einsatz kommen.


Die Kosten des produzierten Stroms könnten massiv sinken

Verglichen mit den riesigen Kapazitäten, die bereits jetzt an festen Windparks auf dem Meer existieren, ist der Energiegewinn der nun geplanten schwimmenden Windräder natürlich eher gering. Eine Studie des Carbon Trust kommt allerdings zu dem Ergebnis, dass bereits 2050 zwischen 8 und 16 Gigawatt an Energie durch schwimmende Windparks entstehen könnten. Die Kosten einer produzierten MWh Strom per Meereswind könnten auf diese Weise um rund 100 Pfund sinken. Auch die Tatsache, dass der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil auf schwimmende Windparks setzt, zeigt, dass die Technik grundsätzlich enormes Potential besitzt.

Via: Treehugger

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