Viele Unternehmen und Rechteinhaber beklagen regelmäßig, dass viele Internetnutzer nicht mehr bereit seien, für Inhalte zu bezahlen. Eine neue Studie des Marktbeobachtungsunternehmens eMarketer scheint diese Annahme nun auch für die Besitzer moderner Mobiltelefone zu bestätigen. Demnach leistet sich in den Vereinigten Staaten nur ein Drittel der Smartphone-Nutzer mindestens einmal im Jahr eine kostenpflichtige App. In absoluten Zahlen betrachtet, handelt es sich dabei allerdings noch immer um einen vergleichsweise großen Markt: Immerhin 80,1 Millionen Nutzer sind demnach bereit Geld für Apps auszugeben.


Apps

Zahl der kostenfreien Apps hat zugenommen

Problematisch für die Entwickler von Bezahl-Apps ist eher die Tatsache, dass die Bereitschaft für Applikationen zu zahlen, in Zukunft noch weiter abzunehmen scheint. „Die Präferenz für kostenlose, werbefinanzierte Apps steigt bei mobilen Internetnutzern und die Zahl der Smartphone und Tablet-Nutzer, die für Apps Geld bezahlen wird über die nächsten fünf Jahre weiter sinken“, erklärte Cathy Boyle, Senior Analystin bei eMarketer das Ergebnis der Marktuntersuchung. Sie ergänzte zudem, dass diese Entwicklung auch dazu geführt habe, dass es inzwischen deutlich mehr kostenfreie Apps auf dem Markt gibt, während die Zahl der Applikationen mit Bezahlschranke gesunken ist.


Smartphone und Tablet-Markt insgesamt legt zu

Dementsprechend ist auch in Zukunft nicht damit zu rechnen, dass wieder ein größerer Teil der Nutzer auf kostenpflichtige Apps zurückgreift. Die Experten von eMarketer gehen davon aus, dass auch im Jahr2018 der Anteil der zahlungsbereiten Kunden bei 33,8 Prozent liegen wird. Immerhin soll aber auch der Smartphone- und Tabletmarkt insgesamt wachsen, so dass es dann rund 85 Millionen potentielle Kunden für Bezahl-Apps geben wird.
Die eMarketer-Studie hält zudem eine weitere gute Nachricht für App-Entwickler bereit: Die Zahl der mobilen Internetkunden, die komplett auf Apps verzichten ist vergleichsweise gering: Nur zehn Prozent der Tabletbesitzer und sieben Prozent der Smartphoneuser nutzen weder kostenlose, noch bezahlpflichtige Apps.

Quelle: warc.com

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