Das Ocean Cleanup Projekt des Niederländers Boyan Slat nimmt immer konkretere Formen an. Im Sommer letzten Jahres berichteten wir erstmals über den ambitionierten Plan zur Reinigung der Ozeane. In diesem Jahr wurden dann bereits zwei Pilotprojekte vor der Küste Hollands und in der Straße von Korea installiert. Langfristig hat sich die Organisation aber ein viel größeres Ziel ausgesucht: Den „Great Pacific Garbage Patch“. Dabei handelt es sich um eine Meeresfläche von rund 3.500.000 Quadratkilometern, in der mehrere Ozeanströmungen aufeinander treffen – und wo sich dementsprechend viel Müll sammelt. Forscher und Freiwillige haben daher bereits vor einiger Zeit mit einer Bestandsaufnahme dieser Fläche begonnen, die in etwa in der Mitte zwischen Kalifornien und Hawaii liegt.


 Photo by NOAA
Photo by NOAA

In zwei Stunden wurden mehr als 1000 große Plastikteile entdeckt

Dabei kam zum einen Laserradartechnologie zum Einsatz. Gleichzeitig nahmen Freiwillige aber auch eine Bestandsaufnahme aus der Luft vor. Dazu überflogen sie das Gebiet mit einem C- 130 Hercules Flugzeug und notierten sämtliche unnatürlichen Teile, die größer als fünfzig Zentimeter waren. Dabei hatten sie deutlich mehr zu tun als erwartet: Den Angaben von Initiator Boyan Slat zufolge wurden auf diese Weise innerhalb von zwei Stunden jeweils rund 1000 Teile entdeckt. Dies ist deutlich mehr als im Vorfeld von den Experten erwartet worden war. In der Praxis dürfte dies bedeuten, dass das Ocean Cleanup System vergleichsweise oft entleert werden muss.

Image via Ocean Cleanup
Image via Ocean Cleanup

Auch verloren gegangene Fischernetze stellen eine große Gefahr dar

Grundsätzlich sind viele große Teile allerdings keine ganz katastrophale Situation. Denn diese lassen sich vergleichsweise einfach einfangen und entsorgen. Problematisch für viele Tiere wird es hingegen eher, wenn die großen Teile im Laufe der Zeit zu kleinen Plastikpartikeln werden und dann verschluckt werden. Auch deswegen ist es so wichtig, dass im Rahmen des Ocean Cleanup Project frühzeitig der Plastikmüll aus dem Meer gefischt wird. Neben dem Plastik sind dabei vor allem alte Fischernetze eine Gefahr. Diese stellen eine enorme Gefahr für die Tierwelt und für vorbeifahrende Schiffe dar. Auch von diesen sogenannten Geisternetzen mussten die Forscher aus der Luft allerdings einige Exemplare sehen.


Image via Ocean Cleanup
Image via Ocean Cleanup

Via: Inhabitat

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.