Oculus VR hat technische Details sowie Hardware-Empfehlungen für die Consumer-Version der VR-Brille Oculus Rift bekannt gegeben. Wer in den Genuss kommen möchte, Computerspiele und -anwendungen bald durch die Virtual-Reality-Brille zu erleben, der muss über eine aktuelle High-End-Grafikkarte verfügen. Außerdem bleibt die Nutzung der Brille vorerst Windows-Usern vorbehalten.


Oculus Rift
Foto: Orlovsky and Oculus Rift, Sergey Galyonkin, Flickr, CC BY-SA 2.0

Oculus gibt offizielle Systemanforderungen bekannt

Die finale Version der Oculus Rift wird im ersten Quartal 2016 auf den Markt kommen. Oculus verbaut zwei Displays mit einer Auflösung von jeweils 1080×1200 Pixeln in der Brille. Mit 90 Hz ist die Bildwiederholfrequenz höher als es bisher beim Entwicklermodell DK2 der Fall war. Dieses hatte eine Bildwiederholfrequenz von 75 Hz. Die Oculus Rift sollte damit einen deutlich flüssigeren Bildaufbau zeigen. Von den Panel-Spezifikationen entspricht die Brille damit genau dem Konkurrenzprodukt Vive von HTC und Valve, das gegen Ende des Jahres in den Verkauf gehen soll. Was das vergangene Woche versprochene verbesserte Tracking-System angeht, schweigt Oculus bisher.

Mit den verbesserten Display-Eigenschaften geht auch die Notwendigkeit von stärkerer Hardware im PC einher. In einem Blogbeitrag rechtet der Technikchef von Oculus, Atman Bonstock, vor, dass es in etwa der dreifachen Grafikleistung wie bei der Berechnung eines Standard-Spiels in 1080p bedürfe, um die Oculus Rift ausreichend mit Bildsignalen zu versorgen.


Die offiziellen Hardware-Empfehlungen von Oculus verlangen daher einen PC mit mindestens 8 GB RAM, einem Intel i5–4590 sowie eine High-End Grafikkarte wie die Nvidia GTX 970 oder AMD Radeon R9 290. Des weiteren sind zwei USB–3.0-Anschlüsse und ein HDMI–1.3-Port erforderlich.

Zu Beginn nur für Windows

Für viele potentielle Oculus-User dürfte also als erstes ein Besuch des Computerhändlers ihres Vertrauens anstehen, um ein Hardware-Upgrade durchzuführen. Einen offiziellen Preis für die Oculus Rift gibt es noch nicht, es ist aber davon auszugehen, dass mehrere Hundert Euro für die Virtual-Reality-Brille fällig werden. Die Entwickler-Version DK2 wird für 350 Euro gehandelt. Hinzu kommen dann für viele Nutzer die Kosten des Hardware-Upgrades.

In seinem Blogbeitrag gab Binstock außerdem bekannt, dass vorerst nur Windows (in Version 7 oder höher) unterstützt wird. Die Entwicklung der Software für Mac und Linux wurde von Oculus vorerst eingestellt, damit sich das Unternehmen ganz auf die Windows-Version konzentrieren kann. Wann die Entwicklung wieder aufgenommen wird, ließ Oculus bisher offen.

Mit der Ankündigung hat Oculus außerdem die Version 0.6.0 des SDKs für die Oculus Rift veröffentlicht.

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