Zuletzt machte der Schauspieler Tom Selleck als Wasserdieb von sich reden. Weil in Kalifornien aufgrund einer anhaltenden Dürre der Wasserverbrauch rationiert wurde, fürchtete der, als Privatdetektiv Magnum bekannt gewordene, Schauspieler um die Avocados in seinem Garten. Deshalb ließ er per Tanklastwagen Wasser an einem öffentlichen Hydranten abzapfen. Die Sache flog auf und Selleck musste mehr als 20.000 Dollar Strafe zahlen. Der Fall ist natürlich außergewöhnlich, aber auch normale Haushalte verschwenden beim Bewässern ihrer Pflanzen oftmals Wasser. Daten der „US Environmental Protection Agency“ zufolge könnte eine smartere Bewässerung rund 7000 Liter Wasser pro Haushalt im Jahr einsparen.


Ein Algorithmus berechnet die benötigte Wassermenge

Eine intelligente und ressourcenschonende Bewässerung war auch das Ziel einiger Schweizer Forscher, die in Genf die Firma „One Drop One Solutions“ gründeten. Das Ergebnis ihrer Bemühungen ist ODO, ein Bewässerungssystem, das einerseits auf Wettervorhersagen und öffentliche Messdaten zurückgreifen kann, andererseits aber mit Hilfe von Sensoren auch vor Ort die Lebensbedingungen der Pflanzen überwacht. Ein Algorithmus nutzt dann all diese Daten, um die optimale Wassermenge und den optimalen Bewässerungszeitpunkt zu berechnen. Im Laufe der Zeit lernt der Algorithmus zudem dazu und kommt so zu immer genaueren Ergebnissen. Im Idealfall sind die Pflanzen dann optimal versorgt, während der Besitzer viel Wasser und Geld gespart hat.


Energiebedarf wird mit Solarmodulen gedeckt

Die ODO-Bewässerungsanlage funktioniert dabei weitgehend autonom. Die Entwickler haben auf eine Wifi-Connection verzichtet und setzen stattdessen auf eine Datenübertragung im Niedrigfrequenzbereich. Dies reduziert den Energieverbrauch und ermöglicht die Stromversorgung über Solarmodule. Einmal installiert verrichtet das System seine Arbeit also völlig von alleine. Zur Finanzierung der Produktion hat das Unternehmen eine Kampagne auf Kickstarter gestartet. Dort sollen 80.000 Schweizer Franken eingesammelt werden. Ein grundsätzliches Interesse scheint dabei durchaus vorhanden zu sein. Bei noch zehn Tagen Restlaufzeit wurden bereits mehr als 50.000 Franken eingesammelt.

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