Satelliten sind teuer. Schon seit einiger Zeit wird daher damit experimentiert, Drohen zu nutzen, um einen Teil der Aufgaben zu übernehmen. Das Problem: Die kleinen Flugobjekte müssen regelmäßig auf die Erde zurückkehren, um ihre Batterien aufzuladen. Dadurch wird das konstante Sammeln von Daten erschwert. Die Firma Aurora Flight Sciences, die Teil des Boeing-Konzerns ist, hat daher eine Lösung entwickelt: Eine riesige Solar-Drohne, die den Namen Odysseus trägt und für mehrere Monate in der Luft bleiben kann. Wie das Unternehmen nun bekannt gab, soll die Konstruktion im nächsten Jahr das erste Mal in die Luft steigen. Später einmal soll die Solardrohne dann genutzt werden, um beispielsweise Daten zum Klima und der Erdatmosphäre zu sammeln.


Bild: Aurora Flight Sciences

So kann die riesige Solardrohne genutzt werden

Odysseus wird oberhalb der Wetterzone fliegen und auch höher unterwegs sein als Flugzeuge. Einmal in der Luft, kann die Drohne dann ein großes Gebiet abdecken, bleibt aber immer in Kontakt mit der Bodenstation. Auf diese Weise werden zum einen die gesammelten Daten direkt auf die Erde übermittelt. Zum anderen kann aber auch der Auftrag der Drohne während des Flugs geändert werden. Theoretisch kann Odysseus nämlich noch für zahlreiche weitere Aufgaben genutzt werden – etwa um Kommunikationsverbindungen zu ermöglichen oder zu Spionagezwecken. Aufgrund des integrierten Solarantriebs ist die Nutzung der Drohne zumindest in Sachen Klimaschutz unproblematisch: Es werden keine CO2-Emissionen verursacht. Dies ist von besonderer Bedeutung, weil Emissionen in solch großen Höhen besonders gefährlich in Sachen Klimawandel sind.

Die Firma kann bereits auf einige Referenzen verweisen

Über weitere Details schweigen sich die Ingenieure von Aurora Flight Sciences noch aus. Dies muss aber kein schlechtes Zeichen sein. Immerhin konnte die Firma in der Vergangenheit bereits einige Ankündigungen erfolgreich umsetzen. So wurde ein Marineschiff mithilfe eines speziell entwickelten autonomen Helikopters mit Waren versorgt. Außerdem präsentierten die Entwickler eine Frachtdrohne, die Ladungen von bis zu 500 Pfund durch die Luft bewegen kann. Es ist also davon auszugehen, dass auch Odysseus tatsächlich im nächsten Jahr die Lüfte erobern wird. Bisher ist aber noch unklar, ob es bereits Partner für eine kommerzielle Nutzung gibt und wann die ersten Missionen in diesem Bereich starten könnten. Der grundsätzliche Ansatz dürfte aber für viele Unternehmen interessant sein.


Via: Engadget

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