Bekannt ist die Firma SpaceX vor allem, weil sie die Transportkosten ins Weltall massiv gesenkt hat. Möglich wurde dies unter anderem durch die mehrmalige Verwendung einer Rakete. Schaut man sich allerdings die Geschäftsberichte des Unternehmens genauer an, soll langfristig das meiste Geld mit einer anderen Idee verdient werden. So plant SpaceX Satelliten ins All zu befördern und damit überall auf der Welt eine stabile Internetverbindung sicherzustellen. Allerdings ist das Startup von Elon Musk nicht alleine mit dieser Idee. Denn das selbe Ziel verfolgt auch die Firma OneWeb, die im Jahr 2014 durch den US-Unternehmer Greg Wyler gegründet wurde. Nun konnte die junge Firma einen wichtigen Zwischenschritt vermelden: Die ersten sechs Satelliten wurden ins All gebracht.


Bild: OneWeb

Langfristig sollen mehr als 2.000 Satelliten installiert werden

Diese wiegen jeweils rund 147 Kilogramm und sollen mehr als 1.000 Kilometer über der Erde schweben. Der jetzt erfolgte erste Transport stellt allerdings nur einen Anfang dar. Denn insgesamt müssten für eine weltweite Abdeckung wohl rund 650 entsprechende Satelliten ins All gebracht werden. Bleibt es bei der Zahl von sechs Satelliten pro Flug wären also noch weitere 108 Transporte notwendig. Tatsächlich hat das Unternehmen vor einiger Zeit aber bekannt gegeben, dass die Übertragungskapazitäten der Satelliten bereits jetzt ausgebucht sind. Zu den Hauptkunden gehören die Firmen „Gogo Inflight Internet“ und Intelsat. Langfristig sollen daher noch einmal 1.972 Satelliten ins All befördert werden. Das Startup hat also noch einen weiten Weg vor sich.

Den Transport übernehmen Fremdfirmen

Das dafür benötigte Kleingeld wurde von Investoren zur Verfügung gestellt. Unter anderem investierte der japanische Konzern Softbank eine Milliarde Dollar in das Projekt. Interessant ist zudem, dass OneWeb selbst keine Raketen entwickeln wird. Die benötigten Transportkapazitäten werden stattdessen auf dem freien Markt eingekauft. So wurden die ersten sechs Satelliten von der europäischen Firma Arianespace ins All gebracht. Folgerichtig fand der Start auf dem europäischen Weltraumbahnhof in Französisch Guyana statt. Entsprechende Transportverträge wurden zudem auch mit der von Richard Branson gegründeten Firma Virgin Galactic unterzeichnet. Diese verfügt bisher aber noch nicht über die notwendigen Transportraketen, konnte zuletzt aber immerhin eine erste Touristin ins All befördern.


Via: The Verge

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