Immer wieder hört man von spektakulären Gerichtsurteilen aus den Vereinigten Staaten, bei denen Firmen zu millionenschweren Entschädigungs- und Strafzahlungen verurteilt werden. Der Weg zu einem solchen Verdikt kann aber steinig und schwer sein – insbesondere wenn man nur über begrenzte finanzielle Möglichkeiten verfügt. Die Online-Plattform LexShares möchte daher potentielle Kläger mit reichen Investoren zusammenbringen. Diese übernehmen einen Teil der finanziellen Kosten des Rechtsstreits und bekommen dafür im Erfolgsfall einen Anteil am Gewinn.


Lexshares
Lexshares Screenshot

Nur registriere Investoren sehen Details

Zuvor allerdings prüfen die Juristen von LexShares die einzelnen Fälle und prognostizieren die Erfolgswahrscheinlichkeit. Halten sie eine Klage für vielversprechend wird der Fall anonymisiert und mit einer Angabe über die geschätzten Verfahrenskosten online gestellt. Weitere Details und die Möglichkeit zu investieren, erhalten dann lediglich registrierte Investoren. Diese übernehmen auch das Prozessrisiko: Weist ein Richter die Klage ab, ist das investierte Geld verloren.
Darin liegt auch der Vorteil dieser neuen Finanzierungsmethode für den Kläger. Bisher müssen diese teilweise hohe Kredite aufnehmen – in der Hoffnung diese nach Abschluss des Rechtsstreits zurückzahlen zu können. Bei abgewiesenen Klagen führt dies dann oftmals schnell in die Insolvenz. Werden die Verfahrenskosten allerdings auf mehrere Schultern verteilt, verringert sich dieses Risiko erheblich. Bei einer erfolgreichen Klage allerdings muss dann natürlich auch das eingenommene Geld geteilt werden.

US-Justizsystem sorgt für eine Vielzahl an Klagen

Bisher ist es LexShares immerhin schon gelungen 360.000 Dollar für zwei Klagen einzusammeln. Viele Unternehmen dürften allerdings von dieser Form der Prozessfinanzierung nicht besonders begeistert sein. Schon heute klagen viele Unternehmenslenker darüber, dass sie sich im US-Justizsystem mit übermäßig vielen Klagen herumschlagen müssen. Diese abzuwehren, kostet eine Menge Geld – selbst wenn man im Recht ist. Es liegt daher in der Verantwortung der LexShares-Juristen wirklich nur vielversprechende und begründete Fälle auszuwählen und nicht mit zahllosen Massenklagen auf den einen millionenschweren Glückstreffer zu hoffen.


Quelle: Springwise

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