In Großbritannien gibt es bereits einige Unternehmen, die Satelliten produzieren. Bisher müssen sie aber auf ausländische Ressourcen zurückgreifen, um diese auch ins All zu transportieren. Dabei ist auf der Insel durchaus eine gewisse Kompetenz im Raketenbau vorhanden. So konnte das Startup Orbex im vergangenen Jahr eine siebenstellige Summe bei Investoren einsammeln. Das Geld wurde nun investiert, um eine Rakete zu entwickeln, die kleinere Lasten kostengünstig ins All bringen kann. Konkret wird an einer Transportrakete gearbeitet, die bis zu 150 Kilogramm in die Erdumlaufbahn transportieren soll. Dies ist für viele der heute genutzten Satelliten ausreichend und soll kostengünstiger sein als die Starts bei den großen privaten Raumfahrtunternehmen wie SpaceX.


Unter diesem Namen sollen zukünftig kleine Satelliten ins All gebracht werden. Foto: Orbex

In Schottland wurde bereits ein Platz für einen Weltraumbahnhof gefunden

Auf der Pariser Luftfahrtmesse wurde die Technik nun potentiellen Investoren erstmals im Detail erläutert. Parallel dazu kündigte das Unternehmen aber auch massive Investitionen an. Denn neben die bisher genutzte 1.200 Quadratmeter große Fabrik in England soll noch eine 2.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in Schottland treten. Mehr noch: Das Unternehmen hat an der Nordküste Schottlands zudem ein ideales Gebiet für Raketenstarts identifiziert. Bei den zuständigen Behörden wurden daher bereits die Anträge für den Bau eines Weltraumbahnhofs eingereicht. Im Idealfall können die britischen Satelliten also zukünftig von Schottland aus mit schottischen Raketen ins All befördert werden.

Die Satelliten werden immer kleiner und leichter

Der Transport von kleinen Lasten in den Weltraum gilt als Markt mit viel Potential. Denn aufgrund des technischen Fortschritts werden heutzutage deutlich weniger riesige Satelliten benötigt. Vielmehr sind viele Sensoren nicht größer als ein handelsübliches Mobiltelefon. Selbst ein Satellit mit verschiedenen Sensoren und Kommunikationsequipment kann also weit unter der Grenze von 150 Kilogramm bleiben. Orbex möchte diese – immer mehr werdenden – Satelliten schnell und preisgünstig ins All bringen. Allerdings ist auch auf diesem Markt bereits Konkurrenz vertreten. So hat die neuseeländische Firma Rocket Lab im Mai dieses Jahres bereits einen erfolgreichen Raketenstart durchgeführt – und will kleine Satelliten zukünftig von Neuseeland aus ins All bringen.


Via: New Atlas

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