Bisher ist das Design vieler Elektronikprodukte an die Anforderungen des Akkus angepasst. Dieser muss in der Regel stabil sein und kann nicht gebogen oder verdreht werden. Bei großen Geräten wie einem Fernseher ist dies nicht so relevant – hier sind längst biegsame Bildschirme auf dem Markt. Bei kleineren Geräten wie Smartphones oder Tablets ist die Sache allerdings schon schwieriger. Nun könnte Panasonic allerdings ein Durchbruch auf diesem Gebiet gelungen sein: Auf der CEATEC Japan 2016 präsentierte das Unternehmen einen 0,55 Millimeter dünnen Akku, der sich problemlos biegen und verdrehen lässt – ohne dabei an Leistung einzubüßen. Das Gewicht des Akkus liegt dabei je nach Bauart zwischen 0,7 und 1,9 Gramm.


Bild: Panasonic
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Ende dieses Monats werden die ersten Muster ausgeliefert

Möglich wird die Biegsamkeit des Akkus, weil die Elektroden bei dieser Bauweise übereinander angeordnet werden. Eine äußere Laminatschicht verhindert zudem, dass durch die Krafteinwirkung größere Schäden entstehen. Der japanische Hersteller verspricht dabei, dass der Akku auch problemlos bei Geräten zum Einsatz kommen kann, die am – oder sogar im – Körper getragen werden. Schon Ende dieses Monats sollen nun erste Muster an die Industrie geliefert werden. Die Produktentwickler dort können sich dann mit der Neuerfindung vertraut machen und schauen, wie diese sich in neue Geräte integrieren lässt. Zeitnah ist bei Panasonic zudem der Aufbau einer Serienproduktion geplant, um dann auch die Nachfrage aus der Industrie befriedigen zu können.

Biegsame Displays gelten als großer Trend der Zukunft

Produkte, die einen solchen Akku brauchen könnten, sind jedenfalls längst in der Entwicklung. So präsentierte das südkoreanische Unternehmen LG bereits vor einiger Zeit ein Display, das sich wie eine Zeitung zusammenrollen lässt. Bisher gibt es zwar noch kein Produkt für den Endverbraucher, das diese Technologie tatsächlich nutzt, aber dies dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Samsung hat zudem im letzten Jahr sogar die Idee eines faltbaren Smartphones der Öffentlichkeit vorgestellt. Aber auch in anderen Bereichen gelingt es zunehmend besser, biegsame Formen zu schaffen. So entwickelten südkoreanische Forscher ultradünne und biegsame Solarmodule, die vielfältig zum Einsatz kommen können.


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