Holz ist ein sehr hartes Material. Um daraus Papier zu erzeugen, muss einiges getan werden. Der Verarbeitungsprozess verbraucht Unmengen von Wasser, ganz zu schweigen von der eingesetzten Chemie. Lange schon sind Umweltfreunde auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen. Die Firma CREAPAPER aus Hennef hat nun das Gras als nachwachsenden Rohstoff entdeckt, der von sich aus weich genug ist und noch dazu angenehm duftet.


Bild: Grass, Kamil Porembiński, Flickr, CC BY-SA 2.0

Gras ist überall zu haben und richtet keine Umweltschäden an

Papier und Karton von CREAPAPER punkten mit einem herrlichen Duft nach Heu. Doch das ist nicht das Einzige, was zählt: Bei der Herstellung kommt keine Chemie zur Anwendung – und der Wasserverbrauch ist gegenüber der Produktion aus Holz um die Hälfte reduziert. Gras ist ein Gewächs, das sich immer wieder neu abernten lässt, und die Pflanzen wachsen immer weiter und weiter. Darum ist dieser Rohstoff einfach überall zu haben, für einen Spottpreis und ohne dass dafür Mehrarbeit anfällt oder neue Anbauflächen verbraucht werden müssen.

Ein gewisser Holzanteil ist im neuen Graspapier enthalten – noch!

Graspapier: Das bedeutet nicht, auf Reißfestigkeit und Qualität zu verzichten. Das Endprodukt ist genauso belastbar wie reguläres Papier oder der ganz normale Karton aus Holzbestandteilen. Leider enthalten die Waren von CREAPAPER immer noch einen gewissen Holzanteil, doch die Firma arbeitet an einer Lösung, damit kein einziger Baum mehr für ihre Produkte gefällt werden muss. Und noch ein zweites Manko müssen wir erwähnen: Bislang sind nicht alle Papierarten mit Gras zu imitieren. Transparentpapier befindet sich beispielsweise nicht im Produktsortiment dieser Firma, denn mit den derzeitigen Inhaltsstoffen lässt sich der gewünschte Effekt nicht erreichen. In Sachen Verpackungsmaterial fühlt sich CREAPAPER aber gut gerüstet, und das ist in Zeiten boomenden Versandhandels sicher schon viel wert. Auch grafisches Papier befindet sich im Angebot, ebenso wie die GRASPAP®-Pellets, die sich als Instant-Rohstoff für die Papierindustrie eignen.


Der eingeschlagene Weg scheint wirklich gut, obwohl es natürlich noch einiges zu tun gibt. Vielleicht wird eines Tages unser gesamtes Papier aus Gras bestehen, produziert aus dem Rasen unseres Vorgartens und der städtischen Grünanlagen. Wer weiß?

Quelle: graspapier.de

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