Das Konzept des Tretboots dürfte den meisten nicht unbekannt sein. Auf vielen Seen und kleineren Flüssen kann man sich die Boote leihen und muss dann kräftig in die Pedale treten, um voranzukommen. Der italienische Designer Carlo Ratti setzt dieses Konzept nun in ganz großem Stil um. Er hat ein zwanzig Meter langes Elektroboot entwickelt, dessen Batterien von den rund vierzig Passagieren aufgeladen werden sollen. Dazu sind im Innenraum stationäre Fahrräder installiert. Die dabei gewonnene Energie wird dann zunächst in einer Batterie zwischengespeichert und anschließend zum Betrieb des Elektromotors genutzt. Angst vor einem ungewollten Stillstand muss aber niemand haben: Wenn die Muskelkraft nicht mehr ausreicht, springen auf dem Dach installierte Solarmodule ein.


Das Schiff ist auch als klassisches Partyboot nutzbar

Zum Einsatz gebracht werden soll das Schiff zunächst auf der Seine in Paris. Die Passagiere erhalten zudem Augmented Reality Brillen und können auf diese Weise sowohl ihre Fitnessdaten als auch Informationen zu den Sehenswürdigkeiten an Land abrufen. Das Design des Elektro-Tretboots ist daher auch an die klassischen Touristenschiffe auf der Seine namens Bateaux Mouches angelehnt. Das Konzept des Schiffes funktioniert zudem natürlich auch ohne integriertes Fitnessstudio. So kann der Entwurf je nach Innenausstattung beispielsweise auch als Partyschiff oder als klassisches Touristenboot genutzt werden. Der Antrieb würde dann komplett von den Solarzellen auf dem Dach übernommen.


Nachhaltigkeit spielt bei Schiffen eine immer größere Rolle

Weltweit verursacht der Schiffsverkehr noch immer erhebliche Emissionen. Doch inzwischen wurden bereits erste Gegenmaßnahmen ergriffen. So dürfen Container- und Kreuzfahrtschiffe ab dem Jahr 2020 kein Schweröl mehr verfeuern. Findige Entwickler in aller Welt arbeiten zudem ebenfalls an Elektrobooten, die auf nachhaltige Weise angetrieben werden. So gibt es in Island das Walbeobachtungsboot Opal, das mit seiner innovativen Schiffsschraube saubere Energie produziert. Die speziell entwickelte Energy Observer ist zudem aktuell dabei nur mit Hilfe von Sonne, Wind und Wasserstoff die Welt zu umrunden. Zuletzt wurde außerdem ein Konzept bekannt, bei dem kleine autonome Elektroboote den Warentransport in den Kanälen von Amsterdam übernehmen sollen.

Via: Designboom

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