In Deutschland warten knapp 11.000 Menschen auf lebensrettende Spenderorgane. Vor allem in Krankenhäusern sollte daher eine aktivere Aufklärungsarbeit im Hinblick auf eine potentielle Organspende betrieben werden. Der Patientenselbsthilfeverband „Lebertransplantierte Deutschland e.V.“ fordert schließlich seitens der Ärzte, Schwestern und dem Pflegepersonal, mehr Engagement für die Organspende. Hierzu gehören, laut der Bundesvorsitzende Jutta Riemer, unter anderem auch die unangenehmen aber immanent wichtigen Gespräche mit Angehörigen von Patienten, die vor einem Hirntod stehen.


Mehr Engagement von Ärzten für Organspende gefordert

Spenderorgane können Leben retten und sind daher weiterhin von großer Bedeutung. Allerdings konnte in den letzten Jahren bundesweit eine Abnahme der Spendenbereitschaft festgestellt werden, was Experten zufolge zuletzt auch den Transplantationsskandalen geschuldet ist. Lediglich 28 Prozent der Deutschen sind im Besitz eines Organspenderausweises. Die Bereitschaft die Organe nach dem Tod zu spenden besteht allerdings bei vielen Menschen nach wie vor. Das bestätigte zuletzt auch eine Umfrage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hierbei erklärten sich 68 Prozent der Befragten bereit ihre Organe zu spenden.


Vollständige Umsetzung des Transplantationsgesetz als wichtiger Bestandteil

Das bereits novellierte Transplantationsgesetz sollte endlich von allen Ländern entsprechend umgesetzt werden, forderte Jutta Riemer im Rahmen des 10. Jahreskongress der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), der gestern in in Frankfurt am Main begann und bis heute andauert.

Die Transplantationsbeauftragen in den Krankenhäusern müssen eingesetzt, die Freistellungen für ihre Tätigkeit geregelt und für ihre ausreichende Finanzierung gesorgt werden. Äußerte Riemer gegenüber der dpa.

Als positives Beispiel für eine gelungene Umsetzung der neuen Gesetzmäßigkeiten führte die Bundesvorsitzende das Land Hessen an. Sollte bundesweit das Engagement bei den Ärzten, Krankenschwestern und Pflegepersonal für die Organspende zunehmen, dürfte sich das durchaus auch positiv für künftige Spenden auswirken. Diejenigen, die seit längerer Zeit schon auf ein Spenderorgan warten, könnten dann wieder neue Hoffnungen schöpfen. Auf der BZgA Website kann der Organspende-Ausweis kostenlos bestellt oder auch direkt ausgefüllt und ausgedruckt werden.

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