Das Fell einiger Tiere weckt menschlich Begehrlichkeiten, mehr als 100 Millionen Chinchillas, Nerze, Marderhunde, Füchse und Hasen müssen pro Jahr dafür ihr Leben lassen. Vorher werden sie oft in engen Käfigen gehalten, ohne eine Chance, ein artgerechtes Leben kennenzulernen. Wann kehrt bei den Menschen endlich Vernunft ein?


Pelz Tragen mal anders!

 

Das Leid der vierfüßigen Pelzträger bleibt bestehen

Bei einer Petition an die UK-Regierung, die sich generell gegen Pelzimporte richtet, kamen immerhin 110.000 Überschriften zusammen. Das Pelz-Farming ist in England und Whales ist bereits seit dem Jahr 2000 verboten, in Schottland dürfen seit 2002 keine Tiere mehr zwecks Pelzherstellung gehalten werden. Doch durch diese Verbote, so sagen Tierschützer, wird das eigentliche Problem nicht gelöst, sondern nur in andere Länder mit oftmals extrem schlechten Tierschutzgesetzen verlagert. Schließlich bleibt der Pelzhunger des britischen Marktes bestehen, entsprechende Produkte strömen nun als Importware über die Grenzen in die Geschäfte. Das Leid der der vierfüßigen Pelzträger bleibt bestehen, vielleicht weitet es sich sogar noch mehr aus.


Die parlamentarische Debatte verlief äußerst intensiv

Die besagte Petition hat nun bewirkt, dass das britische Parlament sich mit der Frage des vollständigen Banns echter Tierpelze befassen musste. Die Debatte erwies sich als äußerst intensiv, vor allem das folgende Argument blieb im Gedächtnis: Selbst in Staaten mit doch relativ starken Tierschutzgesetzen wie Großbritannien erscheint es unmöglich, den Tieren auf Pelzfarmen ein einigermaßen würdiges Leben zu bereiten. Viele Jahre hat es im Vereinigten Königreich gedauert, bis diese Feststellung endlich in der Politik ankam, mit dem Ergebnis eines innerstaatlichen Produktionsbanns. Wie sollen die Tiere dann in anderen Ländern mit lascherer Gesetzgebung besser vor Leid geschützt werden? Im Grunde eine rein rhetorische Frage, deren Antwort für jeden ersichtlich ist, der mit offenen Augen durch die Welt geht.

Entscheidung fiel gegen den vollständigen Bann von Pelzen

Die solide Argumentation der Tierschützer und ihrer politischen Vertreter reichte leider nicht aus, um das Parlament zur Entscheidung für einen vollständigen Bann zu bewegen. Die Debatte endete mit der Feststellung, dass der beste Weg, Tiere vor Leid zu schützen, darin liegt, die globalen Standards zu verbessern. Inhumane Tierhaltung und Fangmethoden sollten stufenweise verschwinden. Der erste Schritt, der sich für die UK-Regierung hierzu empfiehlt, ist die Einfuhr bestimmter Pelzarten zu verbieten, zum Beispiel von Katzen und Hunden. Starke Einschränkungen sind für Robbenpelze erwünscht. Die restlichen Importeure sollen demnächst nachweisen, dass ihre Tiere artgerecht gehalten und schmerzlos getötet wurden.

Dass diese Beschlüsse den Tierschützern nicht weit genug gehen, versteht sich fast von selbst. Aber vielleicht bilden sie den Anfang für eine Revolution.

Quelle: treehugger.com

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.