Obama - Eher zurückhaltend wenn es um Krieg geht
Obama – Zurückhaltend wenn es um Krieg geht.

Vor wenigen Stunden hat das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika eine überarbeitete Version ihrer Kriegsregeln vorgestellt, in dem das Pentagon die Sichtweise auf militärische und geheimdienstliche Drohnen-Angriffe und andere Waffen beschreibt. Es war zu erwarten, dass Drohnen-Angriffe akzeptiert werden, doch das Wort Drohne taucht in dem gesamten Dokument erst gar nicht auf. Die USA wählen lieber das Wort „unbemannte Flugvehikel“ und erklären unmissverständlich, dass Drohnen-Angriffe, also das Ausspionieren von eventuellen Feinden und im Anschluss die gezielte Bombardierung dieser, auch wenn sich diese nicht auf dem Schlachtfeld befinden, akzeptiert werden. Mehr zum neuen über 1000 Seiten langen Kriegsgesetz Manual des Pentagons, seht und erfahrt ihr in diesem Artikel bei uns auf Trends der Zukunft.


Law of War Dokument der USA

Zuallererst ist es entscheidend, die knapp 2000 Seiten des überarbeiteten Kriegsgesetz Manuals des Pentagons, genaustens zu verstehen. Allein das Durchlesen und das Verstehen bedarf tagelange Arbeit, doch unsere Kollegen aus den USA haben sich der Sache, mit dem Fokus auf CIA-Drohnenschläge, freundlicherweise angenommen. Alles andere als die Zustimmung war nicht zu erwarten, denn die Drohnen-Schläge haben sich als sehr effektiv erwiesen. Das Pentagon hat sich bei der Formulierung dieser „neuen“ unbemannten Flugkörper auch viel Mühe gegeben und die neuartigen Systeme versucht in die richtige Kategorie des Kriegsgesetz Manuals einzuordnen. Neben den unbemannten Flugvehikeln werden auch innovativen Unterwasserroboter und andere genannt, doch in welche Kategorie genau passen nun die Drohnen-Schläge und wie sollen Geheimdienste wie die CIA damit umgehen?

Pentagon legitimiert CIA Drohnen-Angriffe

Drohnen erscheinen erstmals in der Kategorie „Andere Beispiele für Legitime Waffen“ neben Schrotflinten, dezimierter Uranmunition und anderen nicht-tödlichen Waffen. Drohnenschläge werden also ziemlich klar von anderen ethisch hoch fragwürdigeren Waffensystemen wie Gas und Atombomben getrennt. Aber Drohnen erscheinen auch in der Kategorie „Bestimmte Typen von Waffen mit bestimmten Regeln für den Gebrauch“ wie Herbizide und nukleare Sprengköpfe. Anders gesagt, Drohnen sollen auch weiterhin und werden sehr warscheinlich vermehrt zum Einsatz kommen und immer dann, wenn das Militär oder der Geheimdienst dies für nötig erachten. Wie gesagt ist dies jetzt keine großartige Überraschung, aber das auch das Ausspionieren und das gezielte Auslöschen von Feinden, die sich nicht auf dem Kriegsfeld befinden, also der klassische CIA-Style durch das überarbeitete Manual ohne Probleme durchgeht, ist schon ein Ding. Am Ende müssen sich die Länder wohl irgendwie verteidigen und dazu gehört eben auch der Geheimdienst. Wenigstens müssen Politiker gerade stehen für Dinge die sie bewilligen, vor allem wenn es um Krieg geht. Dies lässt uns wenigstens mit einem ruhigen Auge schlafen.


Video zeigt die neusten Drohnen-Technologien

Quelle: Popular Science

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