Vom Startup-Fieber erfasst, bekommen Fans der Erfolgssendung „Die Höhle der Löwen“ in wenigen Minuten wieder neuen Input. Heute trauen sich unter anderem Pfotenheld, Coffee Bags, flowkey und Kleine Prints in die Manege. Es gilt dabei die Jury und potentiellen Investoren Vural Öger, Lencke Steiner, Frank Thelen, Judith Williams und Jochen Schweizer von den einzelnen Ideen und Unternehmungen zu überzeugen. Wir wollen euch in diesem Beitrag noch einmal alle Teilnehmer von heute Abend zusammenfassen und kurz vorstellen.


Höhle der Löwen Jury
Die Höhle der Löwen Jury V.l.: Vural Öger, Judith Williams, Jochen Schweizer © VOX/ Bernd-Michael Maurer

Pfotenheld

Marvin Kruse ist der Gründer von Pfotenheld. Die Plattform bietet kostenloses Hundefutter und mehr. Das Geschäftskonzept des 27-Jährigen ist auf dem ersten Blick etwas ungewöhnlich. Im Angebot befinden sich Leckerlis, Spielzeug und Zubehör für Hunde und Katzen. Während die Produkte kostenlos sind, fallen allerdings Versandkosten an und hier möchte Martin Kruse dann auch Geld verdienen. Mit diesem Geschäftsmodell möchte sich der Gründer von anderen Onlineshops abgrenzen. Die Kunden zahlen in jedem Fall 5,99 Euro für den Versand. Martin Kruse kauft das Futter und Spielzeug günstiger ein und berechnet dabei auch immer die anfallenden Versandkosten. Bleiben beide Posten unter den 5,99 Euro ist das Geschäft für Kruse lukrativ. Die Gewinnmarge ist somit allerdings ziemlich gering. Hier ist ganz klar die Masse entscheidend. Getreu dem Motto „Kleinvieh macht auch Misst“ wagt sich Kruse heute Abend in die Höhle der Löwen. Interessant ist dabei, wie die Experten auf das Konzept reagieren. Handelt es sich hierbei wirklich um einen Investment Case? Für 250.000 Euro ist Kruse gewillt 20 Prozent von seinem Unternehmen abzugeben. “Für mich sind Sie ein sympathischer Träumer, aber kein Geschäftsmann. An diesem Konzept werden sie nicht einen Euro verdienen”, lautet das Urteil von Vural Öger.

flowkey

Flowkey möchte eines Tages die Nummer 1 im Online-Musikunterricht sein. Dank eines einfachen Lernsystems und der Hilfe von Analyse-Tools, die mitschneiden können was man im heimischen Wohnzimmer gerade so zusammenmusiziert, kann man beispielsweise Klavier spielen lernen ohne die Noten wirklich kennen zu müssen. Der Onlineauftritt von flowkey ist ziemlich gelungen. Die Gründer sind motiviert und werden heute Abend in der Höhle alles geben um von der Unternehmung zu überzeugen. Im letzten Jahr konnte flowkey allerdings schon ein Investment im sechsstelligen Beriech einsammeln. Ganz ohne Kapital steht das Unternehmen also nicht mehr da. Für 200.000 Euro können sich die Investoren rund um Frank Thelen und Jochen Schweizer fünf Prozent der Firmenanteile sichern. Das spricht bereits Bände, da es sich dann um eine Bewertung in Höhe von vier Millionen Euro handelt. Jochen Schweizer ist von flowkey begeistert. „Wenn viele Menschen über flowkey lernen ein Instrument zu spielen, macht ihr die Welt ein bisschen besser.“


Bild: Coffee Bags
Bild: Coffee Bags

Coffee Bags

Überall schnell und unkompliziert Kaffee aufbrühen und genießen. Das ist die Intention vom Hamburger Startup „Life is you“. Beata und Chris Bahr haben dafür die Coffee Bags entwickelt, die mit Bio-Kaffee aus der eigenen Manufaktur gefüllt werden. Der in den kleinen Filtern befindliche Kaffee kann einfach mit heißem Wasser aufgebrüht werden. Das Prinzip gleicht ziemlich stark konventionellen Teebeuteln. Die Kaffee Bags sind nicht nur praktisch, sondern sollen auch dem Kaffee einen besonderen Geschmack verleihen. Da dieser mit heißem Wasser aufgebrüht wird, ist das Verfahren ziemlich schonend und ohne Druck. Dabei können sich die Aromen langsam in ihrer vollen Blüte entfalten. Die Coffee Bags dürften im Alltag aber auch auf Arbeit durchaus praktisch sein. Zudem könnten auch Hotels auf die pfiffigen Filter setzen. Vielleicht zeigt Vural Öger sogar Interesse. Für 120.000 Euro möchten Beata und Chris Bahr 20 Prozent ihres Unternehmens anbieten. Beim britischen Pendant zur die Höhle der Löwen “Dragon’s den” investierten gleich drei Jury-Mitglieder in das Konkurrenzprodukt von „The Little Coffee Bag Co“.

Foto: VOX/Bernd-Michael Maurer
Foto: VOX/Bernd-Michael Maurer

Hand und Fuß

Die Hand und Fuß Strumpfanziehhilfe ist eine durchaus praktische Erfindung, die motorisch eingeschränkten Menschen beim Anziehen von Socken Unterstützung leistet. Die Socken können dabei im Sitzen aber auch im Stehen angezogen werden. Klaus-Peter Beer hat das Produkt ein wenig aus der Not heraus entwickelt. 2011 hatte der Gründer einen schweren Fahrradunfall und ist seit diesem Tag ein wenig eingeschränkt im Hinblick auf den Bewegungsspielraum. Da es dem Mann nur noch nervte beim Anziehen von Socken immer wieder auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen zu sein, entwickelte er die Hand und Fuß Strumpfanziehhilfe. Das Produkt wird von Beer selbst hergestellt und auch verkauft. Bereits 200 Stück konnte der Unternehmer an den Mann und die Frau bringen. Frank Thelen ist von dem Produkt angetan und lobt den Gründer. 124,90 Euro kostet eine Strumpfanziehhilfe von Hand+Fuß. Mit dem Blick auf Amazon wird man allerdings auch recht schnell bei der Konkurrenz fündig. Hier tummeln sich schon einige Anziehhilfen, die auch noch wesentlich günstiger sind.

Foto: VOX/Bernd-Michael Maurer
Foto: VOX/Bernd-Michael Maurer

ajoofa

Was ist Kunst und was nicht? Darüber wurde sicher schon in vielen Künstler-Runden ausgiebig philosophiert. Das Startup ajoofa setzt jedenfalls auf die künstlerische Ader von Menschenaffen. Im hauseigenen Onlineshop werden Shirts verkauft, die von Menschenaffen bemalt wurden. Die Designs sind einzigartig. Neben Shirts werden auch Hoodies, Jacken und weitere Accessoires bemalt. Eine recht tolle Idee, die sogar noch schicke Erzeugnisse hervorbringt. Marcus Handvest ist der Gründer von ajoofa und steht im engen Kontakt mit diversen zoologischen Einrichtungen. Für die Menschenaffen ist das Bemalen der Shirts pure Entspannung und auch Abwechslung. Die Menschenaffen werden dabei geistig gefördert und bleiben somit auch fit. Ob die tierische Mode auch bei den Investoren in „Die Höhle der Löwen“ heute Abend ankommt, bleibt abzuwarten. Wir finden die Idee ziemlich gut. Für ein Investment in Höhe von 80.000 Euro können 10 Prozent von ajoofa erworben werden.

Fotobuch
Bild: Kleine Prints

Kleine Prints

Wer kennt es nicht, Fotos schauen mit den kleinen Kids? Am liebsten gibt man die Bilder nicht aus der Hand um Schäden zu vermeiden. Die Erinnerungen, gedruckt auf dünnem Papier, sind teilweise zu kostbar um diese zerreißen oder zu zerknicken zu lassen. Dabei geht den Kids jedoch auch beim Entdecken der Bilder und den darauf befindlichen Personen ein wenig der Spaß verloren. Eva Malwaska kennt die geschilderte Situation ziemlich gut und machte sich alsbald daran ein stabiles Fotobuch zu entwickeln, das auch Kinderhände-tauglich ist. Das Resultat ist ein robustes Fotobuch mit großzügiger Beschriftung und runden Kanten. Bis zu 13 Seiten kann der Nutzer im Onlineshop gestalten und diese dann per Spiralbindung zusammenfügen lassen. Die Fotobücher lassen sich dadurch auch sehr gut umblättern. Optimal für Groß und Klein. Um das Unternehmen „Kleine Prints“ weiter ausbauen zu können, benötigt Eva Malwaska ein Investment in Höhe von 40.000 Euro. Dafür ist die Unternehmerin bereit 12,5 Prozent Unternehmensanteile abzugeben.

Littlelunch

In der heutigen Sendung gibt es auch wieder einen kleinen Rückblick. So erfahren wir mehr von Littlelunch, die Anfang September einen Auftritt in der Höhle der Löwen hatten und mit den köstlichen Bio-Suppen im Öko-Glas überzeugten. Wir sind gespannt wie sich das Startup nach dem erfolgreichen Investment weiterentwickelt hat.

Teile den Artikel oder unterstütze uns mit einer Spende.
PayPal SpendeAmazon Spendenshopping

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.