Es ist ein von Hollywood bereits mehrfach genutztes Thema: Was passiert, wenn ein großer Asteroid sich auf Kollisionskurs mit der Erde befindet? In dem Film „Deep Impact“ wird der Einschlag eines großen Asteroiden auf die Erde behandelt, und in „Armageddon“ mit Bruce Willis geht es darum, sich mit Hilfe atomarer Explosionen gegen die Gefahr aus dem All zu verteidigen. Und so fernliegend ist dieses Szenario gar nicht. Bei der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA beschäftigt man sich tatsächlich auch mit der Frage, wie unser Planet gegen große Asteroiden verteidigt werden könnte. Die diskutierten Methoden sind ein bisschen weniger spektakulär als sie von Hollywood dargestellt werden und sollen demnächst praktisch getestet werden.


Bild: NASA

DART: Mit einer Raumsonde gegen einen Asteroiden

In einer baldigen Testmission namens „Double Asteroid Redirection Test“ – kurz DART – will die NASA eine Raumsonde mit der beeindruckenden Geschwindigkeit von 21.000 Kilometern pro Stunde mit einem Asteroiden namens Didymoon kollidieren lassen. Sollte die Mission erfolgreich verlaufen, wird das Ergebnis eine künstliche Kollision von bisher nicht dagewesenem Ausmaß und ein historischer Durchbruch in der planetaren Verteidigung sein. Der Gedanke dahinter ist, dass der Zusammenstoß eine Kursänderung des Asteroiden verursacht, die im Ernstfall ausreichen würde, um eine Kollision mit der Erde zu verhindern.

To do something like this, we’d also need a really long warning time; the idea of a kinetic impactor is definitely not like the movie ‘Armageddon,’ where you go up at the last hour and you know, save the Earth. This is something that you would do five, 10, 15, 20 years in advance — gently nudge the asteroid so it just sails merrily on its way and doesn’t impact the Earth„, so Nancy Chabot, ein Mitglied des DART-Teams.


Planetare Verteidigung als Thema der Gegenwart

Der aktuelle Plan sieht vor, die DART-Sonde 2020 oder 2021 auf den Weg zu bringen. Die Kollision mit Didymoon soll dann 2022 stattfinden. Mehrere Jahre nach dem erfolgten Zusammenstoß soll eine Mission der italienischen Raumfahrtbehörde untersuchen, welcher Schaden auf dem Asteroiden entstand und ob es zu einer Kursänderung kam.

That’s one of the big differences, is a lot of the science-driven missions seem to be focused on understanding the past of the solar system. Planetary defense is really about the present solar system and what are we going to do in the present„, so Chabot weiter.

via Space.com

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