In einem Tesco-Supermarkt nahe Bristol fing alles an: Aktivisten packten nach ihrem ausgiebigen Einkauf alle erstandenen Produkte aus und legten den Müll zurück in die Einkaufswagen. Und dann ging es wieder hinein in den Laden, um alles an Ort und Stelle stehenzulassen!


… und ab zurück in den Supermarkt! / Foto: Screenshot aus dem Video s.u.

Die Aktivisten in Keynsham setzten nur ein erstes Zeichen

Die Supermarktkette Ekoplaza geht inzwischen mit gutem Beispiel voran, doch die meisten Lebensmittel-Discounter zeigen sich von der Anti-Plastik-Bewegung des einsamen Vorreiters unbeeindruckt: Sie bieten ihre Waren weiterhin in Unmengen von Kunststoff gehüllt an, die wiederum Berge von Abfall entstehen lassen. Da die meisten Kunden gar nicht erst die Wahl haben, ihre Nahrung möglichst müllfrei zu kaufen, hat sich nun eine Bewegung formiert, die Druck auf die plastikbehafteten Supermärkte ausüben will. Die Aktivisten in Keynsham bei Bristol setzten in diesem Sinne nur ein erstes Zeichen!

Im Video seht ihr, wie die Aktion in Keynsham verlief


Wer von euch möchte selbst einen Plastik-Flashmob arrangieren?

In Brüssel fand gleich darauf die zweite Aktion dieser Art statt, und zwar in einem Supermarkt der Kette Delhaiz. Ein einfacher Privatmann, der bislang durch keine ähnlichen Aktivitäten aufgefallen war, hatte das Video von der »Plastic Attack« in Keynsham gesehen und fühlte sich zur Nachahmung berufen. Nun soll die junge Bewegung zu einer ganzen Welle werden: In der zugehörigen Facebook-Gruppe werden schon fleißig neue Veranstaltungsorte gesammelt. Von Genua und Oslo über Zürich bis nach Peru sind viele verschiedene Städte mit dabei, die Deutschen zögern allerdings noch ein wenig. Wer selbst einen Plastik-Flashmob arrangieren möchte, der meldet sich einfach per FB-Nachricht oder Mail an, damit alle Interessierten davon Wind bekommen.

Der Druck auf die Supermärkte soll sich nach Wunsch der Aktivisten so weit erhöhen, dass diese endlich auf ihre Zulieferer einwirken, um den Plastikeinsatz deutlich zu senken. Doch das kann nur funktionieren, wenn sich diese bislang seichte Welle zu einem echten Tsunami entwickelt!

Quellen: badische-zeitung.de, detektor.fm

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