Zuerst war da die Idee eines Arztes. Sein Name: Dr. Christoph Broens, wohnhaft in der Schweizer Stadt Baden. Er malte sich aus, wie es wäre, wenn alle 20.000 Menschen seines Ortes einen Monat lang auf Plastikverpackungen verzichten würden – als drängende Handlungsaufforderung an die Wirtschaft. Denn er meint, dass es nicht mehr genügt, einfach abzuwarten, bis sich die Dinge ändern.


Von <a href="//commons.wikimedia.org/w/index.php?title=User:Johnny.m76&amp;action=edit&amp;redlink=1" class="new" title="User:Johnny.m76 (page does not exist)">Johannes Menzel</a> - <span class="int-own-work" lang="de">Eigenes Werk</span>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0" title="Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0">CC BY-SA 4.0</a>, <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=58367141">Link</a>
Von Johannes MenzelEigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

Eine große angelegte Mitmach-Initiative ohne Druck

Ganz zu sammelten sich noch vier weitere Personen um Dr. Broens, die Treffen fanden im sogenannten »Roten Turm« statt. Von diesem harten Kern geht nun eine Wirkung »von unten in die Breite« aus, so die Formulierung auf der Homepage »Das Plastikexperiment«. Im März 2020 soll aus der Idee endlich Realität werden: Dann sind die Badener aufgefordert, nichts mehr zu kaufen, was in Plastik verpackt ist und auch keine Säcke oder Tüten aus Kunststoff mehr anzunehmen. Dies soll nicht mit Druck oder mit erhobenem Zeigefinger geschehen, sondern ganz freiwillig als groß angelegte Mitmach-Initiative.

Sie sind nur Bürger, die etwas in ihrer Stadt bewegen möchten

Die Mitglieder dieser Gruppe bilden keine offizielle Organisation und erst recht keine Partei. Sie sind einfach nur Bürger, die etwas bewegen möchten. Und da ihnen Politik und Wirtschaft in einem wichtigen Bereich des Umweltschutzes einfach zu langsam agieren, ergreifen sie selbst Initiative. Sie kennen die Badener als Menschen mit »spezieller Dynamik und Energie« und hoffen darauf, diese beiden Eigenschaften entzünden können. So, dass sich eine echte Welle, vielleicht sogar eine Art kleines Wunder ergibt. Feste Regeln möchte die Gruppe nicht aufstellen, sondern die Teilnehmer organisieren sich in eigenen Arbeitsgruppen, die selbständig agieren. Unter der E-Mail info@plastikexperiment kann sich jeder Badener, der mitmachen möchte, anmelden und erhält dann Links, die zu möglichen Mitstreitern führen.


Sicher wäre es nicht verkehrt, diesen Anti-Plastik-Aktivisten zur Seite zu stehen und sich auch als Nicht-Badener dem Experiment anzuschließen. Schließlich möchte die Initiative ganz offiziell inspirierend auf andere Städte und Länder wirken. Also nix wie ran: Vielleicht ist im März 2020 sogar mehr als nur eine Stadt plastikfrei!

Quelle: plastikexperiment.ch

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