Strom ist ein elementarer Bestandteil unseres Alltags. Ohne Strom funktioniert kein Kühlschrank, kein Herd und kein Fernseher. Gleichzeitig steigen die Stromkosten für viele Kunden kontinuierlich an. Immer mehr Leute haben daher Probleme ihre Rechnungen zu bezahlen. Alleine in den USA gibt es 40 Millionen Haushalte, die Probleme haben ihre Stromrechnung zu bezahlen. Die Plattform Gridmates möchte dieses Problem lösen. Dafür wollen die Macher der Seite sich die weitverzweigten Stromnetze zu Nutze machen. Langfristig soll es möglich sein, dass jemand irgendwo in den USA eine bestimmte Menge Strom spendet und diese dann einem Bedürftigen zu Gute kommt.


Dorfprojekt soll zunächst mit Strom versorgt werden

Momentan befindet sich das Projekt allerdings noch in der Beta-Phase. In einem ersten Schritt soll dann ein ganzes Dorf mit Stromspenden der Masse betrieben werden. Es handelt sich allerdings um kein gewöhnliches Dorf, sondern um ein Wiedereingliederungsprojekt für Obdachlose. Insgesamt 200 Familien sollen in diesem „Community First! Village“-Projekt unterkommen. Die Stromversorgung soll dabei per Crowdsourcing sichergestellt werden. Nutzer aus dem ganzen Land können eine bestimmte Menge Strom spenden und bezahlen den dafür fälligen Betrag mit ihrer Stromrechnung. Bis hierhin handelt es sich natürlich noch nicht um ein innovatives Konzept, denn letztlich handelt es sich lediglich um indirekte Geldspenden zur Finanzierung des Strombedarfs des Hilfsprojekts.

Ziel: Stromspenden nach Wunsch

Langfristiges Ziel der Plattform ist es aber, die Haushalte der USA so zu vernetzen, dass jederzeit Stromspenden von Haushalt A zu Haushalt B möglich wären. Dann könnten auch Hausbesitzer mit Solarmodulen auf dem Dach ihre überschüssige Energie notleidenden Menschen oder gemeinnützigen Projekten zur Verfügung stellen. Andere Spender würden zwar weiterhin über ihre Stromrechnung belastet, bekämen im Gegenzug aber auf die jeweilige Wohnsituation zugeschnittene Energiespartipps. Werden diese umgesetzt, erweist sich die Stromspende im besten Fall als kostenneutral. Die Idee an sich klingt natürlich hervorragend, bisher ist die technische Umsetzung allerdings noch nicht endgültig geklärt.


Grundsätzlich sollte die Umsetzung natürlich möglich sein, die Plattform dürfte aber auf die Mitarbeit der Energieunternehmen angewiesen sein. Nach Angaben der Gründer der Plattform befindet man sich bereits in Gesprächen mit drei Unternehmen und erwartet bald erste spruchreife Vereinbarungen. Dann soll es auch weitere Informationen geben, wie genau die Stromspenden zwischen einzelnen Haushalten funktionieren sollen. Auf den ersten Blick handelt es sich aber um eine kreative und innovative Idee, um Menschen mit unbezahlbaren Stromrechnungen zu helfen. Was denkt ihr? Wird sich diese Form der gemeinsamen Stromspende dauerhaft etablieren oder sind die technischen Hürden zu groß oder das System zu kompliziert?

Quelle: Fastcoexist

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