Die Fahrsicherheit spielt bei der Entwicklung neuer Autos immer eine große Rolle. Zahlreiche Assistenzsysteme sollen den Fahrer unterstützen und helfen, Unfälle zu vermeiden. Doch so lange Menschen am Steuer sitzen, wird es immer auch zu Unfällen kommen. Neben neuer Technik, die die Zahl der Kollisionen verringern soll, ist es daher auch weiterhin von Bedeutung, die Auswirkungen eines Crashs so gering wie möglich zu halten. Auch hier ist in den letzten Jahrzehnten – angefangen beim Anschnallgurt über den Airbag bis hin zur größeren Knautschzone – schon einiges geschehen. Mercedes nimmt sich daher nun einer eher unterschätzten Gefahr an: Auch die Lautstärke eines Crashs kann das menschliche Gehör schädigen.


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Das System kommt zum Einsatz, wenn ein Unfall unvermeidlich ist

Das Pre-Safe Sound System ist dabei eigentlich ein Nebenprodukt der ohnehin aufgrund der Fahrsicherheitssysteme vorhandenen Sensoren. Sollten diese nämlich erkennen, dass eine Kollision unvermeidbar ist und auch mit Hilfe aller vorhandenen Technik nicht mehr verhindert werden kann, schaltet das System sozusagen in den Notfallmodus. Es versucht dann den Schaden so gering wie möglich zu halten. Deswegen sendet der Wagen unmittelbar vor dem Aufprall ein akustisches Signal. Dieses ist laut genug, um den natürlichen Schutzreflex des Ohres zu aktivieren. Aber eben auch leise genug, um im Gehör keinen dauerhaften Schaden anzurichten.


Der Stapediusreflex schützt das sensible Innenohr

„Dieses Signal löst den Stapediusreflex aus, der das Ohr auf den Lärm vorbereitet und so die Gefahr von Unannehmlichkeiten oder Schäden am Ohr verringert“, schreibt Mercedes dazu in einer Pressemitteilung. Der Stapediusreflex sorgt dabei für eine verminderte Ankopplung des Trommelfells an das Innenohr. Ein Teil des Schalls wird dann nicht mehr weitergeleitet und die sensible Mechanik des Ohrs geschützt. Bei einem überraschenden Crash geschieht der Lärm allerdings zu plötzlich, um die schützende Wirkung des Reflexes auszulösen. Deswegen übernimmt das Auto zukünftig diese Aufgabe.

Via: Boston.com

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