Armin Laschet ist auch als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen seiner Heimatstadt Aachen eng verbunden geblieben. Es ist daher kein Wunder, dass er die Entwicklung des E.Go Life dort aufmerksam verfolgte. Dabei blieb es aber nicht: Als Privatperson bestellte er sich gleich einen der Kleinwagen mit Elektromotor. Nun wurde dem Politiker der erste fertige produzierte E.Go Life übergeben. Nach und nach soll die Produktion jetzt weiter hochgefahren werden, um alle 3.300 Vorbestellungen abarbeiten zu können. Die Geschichte des Projekts zeigt aber: Verzögerungen sind nicht ausgeschlossen. Denn eigentlich sollten die ersten Fahrzeuge bereits im November 2018 auf die Straße kommen. Doch Probleme bei der Abnahme von Einzelteilen verzögerten den Produktionsbeginn. Auch die jetzt ausgelieferten Autos durften nur in einer Kleinserie von bis zu 1.000 Fahrzeugen gebaut werden.


Bild: Ego Life

Die Leistungsfähigkeit der Batterie wird für acht Jahre garantiert

Günther Schuh, der Kopf hinter dem Projekt, ist aber zuversichtlich, dass ab August auch die Massenproduktion der Serienfahrzeuge beginnen kann. Diese sollen in der günstigsten Version 15.900 Euro kosten und pro Ladezyklus rund 100 Kilometer weit kommen. Damit ist auch klar: Der E.Go Life ist für längere Überlandfahrten nicht geeignet und wurde als reines Stadtauto konzipiert. Viele potenzielle Kunden sorgten sich allerdings, dass die geringe Reichweite und die vielen notwendigen Ladevorgänge die Batterie zu stark belasten könnten. Der Aachener Hersteller garantiert daher die Leistungsfähigkeit für acht Jahre oder 2.500 Ladezyklen. Anschließend soll es zudem möglich sein, die Batterie vergleichsweise kostengünstig austauschen zu lassen. Geplant ist, die alten Akkus als Energiespeicher zu vermarkten. Diese Pläne stehen naturgemäß aber noch ganz am Anfang.

Schon im nächsten Jahr sollen beachtliche Umsätze erzielt werden

Mitte des Jahres 2020 wird die Produktion volle Fahrt aufnehmen. Dann werden in Aachen täglich 45 E.Go Life das Fließband verlassen. Demzufolge dürfte die Jahresproduktion bei rund 15.000 Fahrzeugen liegen. Damit sind die Aachener auf der einen Seite ein eher kleiner Hersteller. Auf der anderen Seite läge der Umsatz auch dann schon im dreistelligen Millionenbereich – was für ein deutsches Startup durchaus beachtlich ist. Es ist allerdings auch nicht das erste Projekt, dass Günter Schuh im Bereich der Elektromobilität verwirklicht. In der Vergangenheit entwickelte er bereits den Elektro-Lieferwagen Streetscooter. Dieses Geschäft wurde dann von der Deutschen Post übernommen, woraufhin sich der Aachener Tüftler der Entwicklung des E.Go Life widmete. Hier soll es bisher keine Pläne für den Verkauf an ein etabliertes Unternehmen geben.


Via: Edison

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1 Kommentar

  1. Olaf Barheine

    11. Mai 2019 at 18:58

    Das Ding schreit ja geradezu nach Carsharing.

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