Selbst herkömmliche Supercomputer stoßen bei der Analyse von Verkehrsdaten oftmals an ihre Grenzen. Dies liegt schlicht daran, dass es zu viele einzelne sich bewegende Punkte gibt. Dies kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Angebot und Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln nicht in Einklang gebracht werden können. Oder anders ausgedrückt: Passagiere müssen unnötig lange auf ihren Bus oder ihr Taxi warten. Volkswagen hat daher nun in Zusammenarbeit mit der US-Firma D-Wave einen speziellen Algorithmus für einen Quantencomputer entwickelt. Dies stellt echte Pionierarbeit dar. Denn die Funktionsweise eines Quantencomputers unterscheidet sich grundsätzlich von der eines klassischen Rechners. Dafür ist er aber auch in der Lage, selbst hoch komplexe Aufgabenstellungen innerhalb kürzester Zeit zu bearbeiten.


Bild: Volkswagen

Der Quantencomputer optimiert den Einsatz der Transportmittel

Im Falle der intelligenten Verkehrssteuerung kommt es allerdings zu einem Zusammenspiel von Super- und Quantencomputer. Denn zunächst werden die anonymisierten Bewegungsdaten einer Stadt ausgewertet. Diese stammen beispielsweise von Smartphones oder von Transmittern im Auto. Daraus wiederum errechnet ein Computer dann zum einen Orte, an denen viel Verkehr herrscht und zum anderen die Stellen, wo zahlreiche Passagiere warten. Anschließend kommt der Quantencomputer ins Spiel: Er nutzt die vorliegende Analyse, um den Einsatz der zur Verfügung stehenden Fahrzeuge zu optimieren – etwa indem er frühzeitig ausreichend Busse und Taxen an einen Ort schickt, wo in Kürze eine hohe Nachfrage zu erwarten ist. Dadurch kann theoretisch die Auslastung der Fahrzeuge erhöht werden und es reduziert sich die Zahl der unwirtschaftlichen Leerfahrten.

Volkswagen forscht intensiv im Bereich der Quantencomputer

Dies ist aber nur eine Anwendungsmöglichkeit. Auch bei der Steuerung der Verkehrsströme von autonomen Autos sieht der Konzern großes Potential für den Einsatz des neu entwickelten Algorithmus. Dieser wiederum ist ein gutes Beispiel dafür, dass Autokonzerne längst über den reinen Bau von Fahrzeugen hinaus denken. Volkswagen beispielsweise hat in München und San Francisco zwei sogenannte IT Labs eingerichtet, die daran arbeiten, das gewaltige Potential der Quantencomputer kommerziell nutzbar zu machen. Der nun vorgestellte Algorithmus ist ein Produkt dieser Forschungsarbeit. Er könnte langfristig als Service für Verkehrsbetriebe und Taxiunternehmen vermarktet werden. Zunächst soll er nun aber in Barcelona ausgiebig getestet werden. Die spanische Metropole wurde dafür nicht zufällig ausgewählt: Vielmehr stehen dort schlicht ausreichend Daten zur Verfügung.


Via: Volkswagen

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