Schon heute ist Amazon der größte Konkurrent für den stationären Einzelhandel. Bisher allerdings müssen Kunden zumeist noch mindestens einen Tag auf ihre Bestellung warten. Genau dies möchte Amazon aber zukünftig ändern. So kündigte das Unternehmen vor kurzem an, Prime Now Kunden in Berlin zukünftig innerhalb von einer Stunde zu beliefern. Bisher ist dieses Angebot allerdings noch auf Berlin begrenzt. Sollte es Amazon allerdings gelingen, den Service auf lange Sicht in ganz Deutschland anzubieten, wäre ein großer Vorteil des stationären Einzelhandels dahin. Schon seit längerem arbeitet Amazon daher daran, die eigene Logistik für diese Aufgabe fit zu machen – und unabhängig von fremden Lieferdiensten wie DHL zu werden.


Foto: Amazon
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Die Amazon One erhielt eine Amazon-Lackierung

Bekanntestes Beispiel dieser Bemühungen ist die Amazon-Lieferdrohne, die perspektivisch Lieferungen innerhalb von dreißig Minuten zustellen können soll. Gleichzeitig arbeitet der Konzern aber auch insgesamt an einer effizienteren Logistikkette und hat daher im vergangenen Jahr vierzig Flugzeuge geleast. Ein erstes Modell wurde dabei nun an das Amazon-Design angepasst und auf den Namen Amazon One getauft. Die Flugzeuge sollen dabei genutzt werden, um Waren innerhalb der USA zu transportieren – und dabei auch die abgelegenen Bundesstaaten Alaska und Hawaii problemlos zu erreichen. Theoretisch wären mit den Flugzeugen zudem auch Transatlantikflüge möglich. Für Amazon haben die eigenen Frachtflugzeuge dabei den Vorteil, dass die Flugrouten gezielt an den Bedarf des Unternehmens angepasst werden können – und die Waren so schneller ihr Ziel erreichen.

Amazon möchte die komplette Logistikkette zukünftig selbst übernehmen

Eigene Amazon-Piloten wurden dafür allerdings nicht unter Vertrag genommen. Den Betrieb der Flüge übernimmt das Unternehmen Atlas Air, das auch für traditionelle Logistikunternehmen einige Frachtflugzeuge fliegt. Zunächst sollen nun auch die restlichen Flugzeuge an das Firmendesign angepasst und dann nach und nach für Frachtflüge genutzt werden. Einen detaillierten Zeitplan bis wann die komplette Flotte in die Logistikkette integriert sein wird, nannte Amazon allerdings nicht. Die Taufe von Amazon One dürfte aber die Ambitionen des Unternehmens unterstreichen, zukünftig den kompletten Warentransport selbst übernehmen zu wollen.


Via: Wired

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