Prisma macht aus gewöhnlichen Schnappschüssen wahre Kunstwerke. Die kostenlose Filter-App, die unter anderem für iOS zur Verfügung steht, erfreut sich (neben Pokemon Go) aktuell ziemlich großer Beliebtheit. Twitter und auch Instagram werden von Prisma-Kunstwerken nahezu geflutet. In der Tat ist die App auch für alldiejenigen ein hilfreiches Tool, die mit Kunst eigentlich nicht viel am Hut haben. Als Herausgeber der App wird der russische Mailanbieter Mail.ru identifiziert, im App Store wird allerdings „Prisma labs, inc.“ genannt. Die mit Prisma bearbeiteten Bilder werden allesamt auf die Server des russischen Anbieters geladen. Und genau hier wird es auch ein wenig brenzlig, denn die Nutzer geben nach den aktuellen Privatsphäre-Regeln die Rechte an ihren Bildern weitestgehend aus der Hand. Das sollte jedem Nutzer bewusst sein.


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Prisma: Trend App ist mit Vorsicht zu genießen

Mit diesem Beitrag wollen wir keine Panik-Mache betreiben, sondern lediglich die Transparenz wahren und über Prisma aufklären. An sich ist die App echt gelungen und wir nutzen diese auch in der Redaktion. Wer allerdings viel Wert auf Datenschutz und auch seine Bildrechte legt, dem empfehlen wir jedoch die Finger von Prisma zu lassen. In den Nutzungsbedingungen beziehungsweise Privatsphäre-Regeln von Prisma heißt es unter anderem: „Informationen können gespeichert und weiterverarbeitet werden. Möglicherweise nutzen wir Nutzer-Informationen, wie Geodaten, Logfiles und weitere Informationen und teilen diese mit Drittanbietern.“ Und in den AGBs geht es noch damit weiter, dass die Nutzer „nicht-exklusive, weltweite, weiter veräußerbare“ Nutzungsrechte an den Fotos erhalten (verlieren). Das heißt im Klartext, dass der Anbieter mit den Bildern verfahren kann, wie ihm gerade danach ist. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der wartet noch ein wenig mit der Veredelung seiner Fotos ab, bis Prisma vielleicht die Regeln für die Rechte am eigenen Bild anpasst.


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