Eine Gruppe von 30 Menschen in Los Angeles experimentiert aktuell mit der Art und Weise, wie wir Nahrung zu uns nehmen. Project Nourished versucht, eine der letzten Bastionen der virtuellen Realität einzunehmen: Das virtuelle Essen.


Nahrung in der virtuellen Realität

Im Rahmen des Project Nourished wird ein VR Headset mit anderen Geräten kombiniert, unter anderem einen Knochen-Transducer, der das Geräusch von Kauen simulieren soll, sowie ein Geruchssimulator und sogar ein virtuelles Cocktailglas.


Das System möchte den Nutzern das Gefühl vermitteln, eine realistische Mahlzeit in der virtuellen Realität zu sich zu nehmen. Dabei kauen die Teilnehmer auf Essen aus dem 3D-Drucker, allerdings in einer stark reduzierten Form.

Die Idee mutet etwas merkwürdig an, was unter Experten auch zu der Meinung geführt hat, dass derartige Projekte keinen Markt finden werden.

Der Gründer von Project Nourished teilt diese Bedenken nicht: „The perspective that we have currently may not offer us all the possibilities of what this could be used for„, erläutert Jinsoo An.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Diverse potentielle Anwendungsmöglichkeiten

Die Inspiration von Project Nourished stammt von dem Film „Hook“ aus dem Jahr 1991. In diesem gibt es eine Szene, in der Peter Pan, gespielt von Robin Williams, einen Tisch voller leerer Teller mit seiner Vorstellungskraft in ein wahres Festmahl verwandelt.

An stellt sich vor, dass sein Projekt eines Tages Anwendungsmöglichkeiten außerhalb von der Bewirtung sehr experimentierfreudiger Gourmets findet. Möglich wäre zum Beispiel die Umgehung von Allergien oder auch Abhilfe für Menschen, die zu viel Essen. Project Nourished könnte auch die Aufnahme von Astronauten- oder Soldatennahrung attraktiver gestalten.

Außerdem wäre es möglich, völlig neue Geschmachsrichtungen zu entwerfen, die in der Natur nicht vorkommen.

Ob sich das Projekt außerhalb einer sehr eng gesteckten Zielgruppe durchsetzen wird, die einfach nur neugierig auf Neues ist, scheint dennoch zweifelhaft. Dafür dürften die meisten Menschen schlicht zu gerne „richtig“ essen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.