Facebook hat inzwischen weltweit mehr als 2,3 Milliarden Nutzer. Steigern lässt sich diese Zahl wohl nur noch, wenn noch mehr Menschen mit schnellem und kostengünstigem Internet versorgt werden können. Die größten Probleme in diesem Punkt gibt es in Afrika, wo die Verbindung teilweise extrem unzuverlässig ist. Lange Zeit experimentierte der Konzern daher mit Drohnen, die das Internetsignal auch in abgelegene Regionen bringen sollten. Diese Planungen wurde inzwischen allerdings eingestellt. Stattdessen scheint nun das Projekt Simba im Fokus zu stehen, das einen eher klassischen Ansatz verfolgt. Demnach sollen Unterwasserkabel verschiedene Küstenregionen in Afrika miteinander verbinden und so den Datenverkehr rund um den afrikanischen Kontinent verbessern. Dies berichtet das „Wall Street Journal“.


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Bild: frankieleon, Flickr, CC BY-SA 2.0

Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen

Für Facebook würde dies zwei große Vorteile mit sich bringen. Zum einen könnten dadurch, wie bereits erwähnt, neue Nutzer erschlossen werden. Zum anderen würden aber auch die Betriebskosten sinken, weil durch den direkten Kundenzugang einige Zwischenfirmen nicht mehr benötigt würden. Noch aber steht das Projekt ganz am Anfang. Das Unternehmen selbst wollte sich zu den Plänen daher noch nicht konkret äußern, sondern betonte lediglich, man schaue grundsätzlich weltweit nach Standorten für neue Unterwasserkabel. Auch das „Wall Street Journal“ berichtet, dass noch kein finaler Beschluss zum Bau des Kabels existiert. Noch könnten also auch diese Pläne wieder verworfen werden. An der grundsätzlichen Notwendigkeit einer besseren Internetversorgung in Afrika besteht aber kein Zweifel.

Bisher standen vor allem interkontinentale Verbindungen im Fokus

Allgemein ist es kein neues Phänomen, dass Tech-Konzerne in die benötigte Infrastruktur zur Verbreitung des Internets investieren. So wurde im Jahr 2016 der Bau eines neuen Highspeed-Kabels zwischen Europa und Nordamerika beschlossen. Ein nicht unerheblicher Teil des Geldes stammte damals von Facebook und Microsoft, für die im Gegenzug ein Großteil der Bandbreite reserviert wurde. Im Zuge des NSA-Skandals kamen in Europa aber vermehrt Stimmen auf, die eine zu starke Anbindung an die Vereinigten Staaten kritisch sahen. Inzwischen wird daher an einer Art Umgehungsstraße gebaut: Ein Unterwasser-Kabel soll Südamerika direkt mit Europa verbinden. Zumindest ein Teil des Datenverkehrs muss so nicht mehr durch die USA geleitet werden.


Via: Engadget

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