Um den Verkehr in den großen Städten in Zukunft zu reduzieren, müssen teilweise schon drastische Maßnahmen her. Aktuellen Beobachtungen zufolge, werden Elektroautos als Zweitwagen angeschafft. Das trägt nicht wesentlich zur Entlastung der Umwelt und der Städte bei. Nachhaltiger sind daher neue Konzepte, die autonom fahrende „People Mover“ auf die Straße schicken, welche ohne Fahrer auskommen und intelligent miteinander kommunizieren. Die Minibusse sind elektrisch angetrieben und setzten im Optimalfall auf einen Brennstoffzellenantrieb. Protean Electric hat einen Elektrobus vorgestellt, der über eine neuartige 360-Grad Lenkung verfügt. Das macht den Mover besonders einzigartig und wendig im teilweise recht engen Stadtverkehr.


Protean Electric 360 Elektrobus mit einzigartigem Radnabenmotoren, Bild@ Protean Electric

Das Rangierwunder

Der autonom fahrende Elektrobus von Protean Electric ist mit Radnabenmotoren ausgestattet und kann somit 360-Grad-Lenkmanöver durchführen. Dabei kann der Protean Electric 360 nicht nur auf kleinstem Raum rangieren, sondern auch durch simples verstellen der Räder in sehr kleine Parklücken fahren, die gerade einmal unwesentlich größer sind als der Elektrobus lang ist.


Und so funktionierts in der Praxis

An jedem der vier Räder ist ein Elektromotor angebracht. Dank der ebenfalls integrierten pneumatischen Aufhängung, kann der Protean Elektrobus beim Aus,- und Einsteigen abgesenkt werden. Ältere Menschen, Rollstuhlfahrer oder Menschen mit einer Gehbehinderung, können somit besser das Innere des Busses erreichen. Obwohl der Protean Electric 360 ein Minibus ist, setzt jeder einzelne der vier Elektromotoren umgerechnet 107 PS frei. Das ist beachtlich. Bisher handelt es sich bei dem Protean Electric 360 noch um ein Konzept. Schließlich ist kein Busfahrer mehr eingeplant. Das Ganze soll in Zukunft so funktionieren: Die wendigen Busse werden intelligent miteinander vernetzt. Per App können potentielle Mitfahrer ihre Anfrage stellen. Der Minibus, der gerade in der Nähe ist, steuert das Ziel an und soll binnen weniger Minuten dieses auch erreichen. Aufgrund der recht hohen Frequenz, ist es daher von Vorteil, wenn der Minibus nicht erst Minuten benötigt, um in enge Parkbuchten zu rangieren. Der Markt für derartige Minibusse wird sich in Zukunft vermehrt entwickeln.

Aufbau der Radnaben-Antriebe, Bild @ Protean Electric

Zunächst bekundete China bereits großes Interesse an den Protean Electric 360. In Deutschland dürften derartige „People Mover“ kurzfristig bei größeren Unternehmen eingesetzt werden, um die Mitarbeiter bequem über das Gelände zu fahren. Auch Messen würden sich bereits eignen. Ein wenig erinnert der Protean Electric 360 auch an den selbstfahrenden Elektrobus Olli von der Deutschen Bahn.

Selbstfahrende Busse seit 2016 schon im Straßenverkehr

In Singapur, Griechenland, Helsinki und auch den Niederlanden werden selbstfahrende Elektrobusse im Straßenverkehr eingesetzt. Die Tests haben sich als erfolgreich erwiesen, sodass einem Ausbau der Straßennetze der Zukunft nichts im Weg steht. Hierzulande wird das autonome Fahren generell noch mit sehr viel Skepsis entgegengesehen. Es braucht zunächst das Vertrauen in die kleinen Minicomputer, die autonome Fahrzeuge steuern, um der Technik auch eine Chance geben zu können. Es bleibt in jedem Fall spannend, wie sich die Verkehrswende in den nächsten Jahren vollziehen wird.

via Protean Electric

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